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Astro Website: Warum wir mit Astro bauen und wann es zu Ihnen passt.

Eine Astro Website wird mit Astro gebaut, einem Open-Source-Web-Framework, das Ihre Seiten vorab in schlankes HTML verwandelt, standardmäßig ohne JavaScript. Dadurch lädt die Website schnell, Google und KI-Suchmaschinen lesen sie mühelos, und auf dem Live-Server laufen weder Datenbank noch Plugins. Für Markenwebsites ist Astro damit eine starke WordPress-Alternative.

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Webdesign

18 Min. Lesezeit

Ihre Website soll Ihre Marke tragen, auf dem Smartphone schnell laden und bei Google und in KI-Antworten gefunden werden. In vielen Unternehmen kostet sie stattdessen jeden Monat Zeit: Plugin-Updates, eine träge Startseite und die Frage, ob alles noch sicher ist. Deshalb bauen wir die meisten Websites mit Astro. Auch die Seite, auf der Sie diesen Text lesen, läuft auf Astro.

In diesem Ratgeber lesen Sie, was eine Astro Website ist und was sie für Ihre Suchmaschinenoptimierung leistet und was nicht. Sie sehen, wie schnell und sicher eine solche Website in der Praxis ist, mit Zahlen, die wir selbst an der Quelle geprüft haben, und wie Astro im Vergleich zu WordPress, Wix, Squarespace und Webflow abschneidet. Am Ende stehen die Fälle, in denen wir Ihnen ausdrücklich zu etwas anderem raten.

Was ist eine Astro Website?

Eine Astro Website ist eine Website, die mit Astro gebaut wurde, einem Open-Source-Web-Framework für inhaltsgetriebene Websites: Unternehmensseiten, Blogs, Portfolios, Dokumentationen und Onlineshops. Astro rendert Seiten auf dem Server zu reinem HTML und schickt standardmäßig kein JavaScript an den Browser. Nur Bausteine, die wirklich interaktiv sein müssen, etwa ein Buchungsmodul oder eine Bildergalerie, laden ihr eigenes kleines Skript.

Astro nennt diese Bausteine Islands, also Inseln. Eine Seite ist ein Meer aus leichtem, statischem HTML mit einzelnen Inseln, die JavaScript laden, und zwar nur, wenn es nötig ist. Die Entwickler sind beim Ziel deutlich. In der Dokumentation von Astro heißt es, es solle nahezu unmöglich sein, damit eine langsame Website zu bauen. Ebenso klar ist die Abgrenzung: Astro wurde für inhaltsreiche Websites entwickelt, während die meisten modernen Frameworks für Webanwendungen wie Dashboards oder Postfächer gedacht sind.

Eine Hand hebt einen ordentlichen Stapel gedruckter Seiten von einem Schreibtisch aus Nussholz, wie eine Website, deren Seiten schon fertig sind, bevor jemand sie aufruft.

Ein Framework ist etwas anderes als ein CMS. WordPress ist ein komplettes System mit Datenbank, Verwaltungsoberfläche und Plugins. Astro ist das Werkzeug, mit dem ein Entwickler Ihre Website baut. Die Inhalte liegen in einfachen Textdateien im Projekt oder kommen aus einem Headless CMS wie Sanity. Was diese Begriffe genau bedeuten, erklärt unser Beitrag zu Tech-Begriffen wie Headless CMS und Astro.

Das Astro Framework ist kostenlos und steht unter der MIT-Lizenz. Im Januar 2026 gab Cloudflare bekannt, The Astro Technology Company zu übernehmen, das Team hinter dem Framework. Astro bleibt Open Source, und Sie können eine Astro Website weiterhin bei jedem Anbieter hosten.

Warum wir mit Astro bauen

Wir wählen keine Technik, weil sie neu ist. Bei Viralistic beginnt eine Website bei Ihrer Marke: mit einem Brand Script, das in wenigen Sätzen sagt, was Sie tun und für wen, mit einer Sitemap und einem Design in Figma. Erst danach wird gebaut. Für diesen letzten Schritt suchten wir eine Grundlage, die ohne Tricks schnell ist, wenig Wartung braucht und die Inhalte unserer Kunden in deren Hand lässt. Astro leistet das.

Wir arbeiten selbst jeden Tag damit. Diese Website ist mit Astro und Fulldev UI gebaut, der Open-Source-Komponentenbibliothek von Sil Veltman von Fulldev in Groningen, der unsere Entwicklung begleitet hat. Jede Seite, auch dieser Ratgeber, ist eine Textdatei, die gegen ein festes Schema geprüft wird. Fehlt ein Pflichtfeld, wird die Website nicht gebaut, und nichts Fehlerhaftes geht live.

Astro und SEO: was das Framework leistet und was nicht

Astro gibt einer Website eine technisch hervorragende Grundlage für die Suche, bringt sie aber nicht von allein auf Platz eins bei Google. Sie bekommen schnelle Seiten, vollständiges HTML und volle Kontrolle über alles, was Suchmaschinen lesen. Ob Sie ranken, entscheiden danach Ihre Inhalte, Ihre Struktur und die Links, die auf Ihre Website zeigen.

Volle Kontrolle über HTML und Metadaten

Bei einer Astro Website bestimmen Sie jede Zeile, die der Browser erhält. Titel, Meta-Beschreibungen, Canonicals, Überschriften, strukturierte Daten, Sitemap, robots.txt und Weiterleitungen stehen im Code und in den Inhalten, nicht in einem Plugin, das sich mit dem Theme streitet. Auf unserer eigenen Website erzeugt Astro für jeden Artikel automatisch BlogPosting-, Breadcrumb- und FAQ-Schema aus den Feldern der Seite. Niemand kann das versehentlich abschalten.

Lesbar ohne JavaScript, auch für KI

Eine statische Astro Website liefert ihren vollständigen Text bereits im HTML. Das wiegt schwerer, als viele denken. Eine Untersuchung von Vercel und MERJ vom Dezember 2024 ergab, dass keiner der großen KI-Crawler, darunter die von OpenAI, Anthropic und Perplexity, JavaScript ausführt. Inhalte, die erst im Browser entstehen, sehen sie also nicht. Google kann JavaScript ausführen, doch auch dort hilft es, wenn alles sofort im HTML steht.

Fairerweise gilt: Auch WordPress baut Seiten auf dem Server und liefert reines HTML aus. Gegenüber WordPress liegt der Unterschied also nicht in der Sichtbarkeit selbst, sondern darin, wie viel Kontrolle Sie über dieses HTML haben und wie viel Ballast darum herum mitkommt. Gegenüber Websites, die komplett im Browser entstehen, ist der Unterschied dagegen groß. Was Sie darüber hinaus für KI-Suchmaschinen tun können, lesen Sie in unserem Ratgeber zur GEO-Optimierung.

Tempo hilft, rankt aber nicht allein

Google schreibt selbst, dass seine Ranking-Systeme Core Web Vitals verwenden und dass gute Werte keine Top-Platzierung garantieren (Google Search Central). Google zeigt immer die relevanteste Seite, auch wenn sie weniger angenehm lädt. Erst wenn viele Seiten ähnlich hilfreich sind, kann eine gute Nutzererfahrung den Ausschlag geben. Eine schnelle Website mit dünnen Texten verliert also gegen eine langsamere mit der besten Antwort.

Deshalb gehört eine Astro Website in einen größeren Plan. Wie Sie den Rest angehen, lesen Sie in unserem Ratgeber zur SEO-Optimierung und im Fahrplan, um Ihr Google-Ranking zu verbessern.

Wie schnell ist eine Astro Website?

Eine Astro Website ist schnell, weil bei einem Besuch fast nichts passieren muss. Die Seiten sind vorab gebaut und liegen als Dateien auf einem weltweiten Servernetz. Keine Datenbank wird pro Besuch abgefragt, und kein PHP muss die Seite erst zusammensetzen.

Bei einer klassischen WordPress-Website geschieht diese Arbeit bei jedem Aufruf, sofern kein Caching-Plugin oder der Hoster sie abfängt. Dazu kommen die Skripte von Themes, Page Buildern und Plugins. Eine Astro Website startet ohne diese Schicht. Auf unseren Websites werden Bilder automatisch verkleinert und umgewandelt, und die Schriften hosten wir selbst. So ist die Website vom ersten Tag an schnell, und niemand muss später nachbessern.

Was die Praxisdaten zeigen

Der beste Maßstab ist, wie echte Besucher eine Website erleben. Der Core Web Vitals Technology Report von HTTP Archive verknüpft Messdaten von Chrome-Nutzern mit der Technik, auf der jede Website läuft. Search Engine Journal hat die Zahlen vom April 2026 für sieben Plattformen verglichen. Die Grafik zeigt, welcher Anteil der Websites alle drei Core Web Vitals besteht.

Websites mit guten Core Web Vitals nach PlattformAnteil der Websites, die alle drei Core Web Vitals bestehen, April 2026
0%25%50%75%100%85%80%79%67%64%58%49%DudaWixShopifyAstroDrupalJoomlaWordPress0%25%50%75%100%85%80%79%67%64%58%49%DudaWixShopifyAstroDrupalJoomlaWordPress
Websites mit guten Core Web Vitals nach Plattform
Gute Core Web Vitals
Duda85%
Wix80%
Shopify79%
Astro67%
Drupal64%
Joomla58%
WordPress49%

Quelle: HTTP Archive Core Web Vitals Technology Report, April 2026, via Search Engine Journal

Mit 67 % liegt Astro deutlich über WordPress, wo rund 49 % der Websites bestehen. Im selben Vergleich hatten Astro Websites die leichtesten Seiten und den höchsten mittleren Lighthouse-Wert: 68, gegenüber 44 bei WordPress. Sie sehen aber auch, dass Duda, Wix und Shopify besser abschneiden als Astro. Das sind geschlossene Plattformen, die die gesamte Technik selbst steuern, vom Code bis zum Hosting. Search Engine Journal merkt zudem an, dass der Wert von Astro teilweise daher rühren kann, dass damit viele eher einfache Websites gebaut werden.

Unser Fazit: Astro gibt Ihnen eine leichte Grundlage und die volle Kontrolle. Ob die Website schnell bleibt, hängt davon ab, was später dazukommt. Chat-Widgets, Tag-Manager und schwere Video-Einbettungen kosten auf jeder Plattform Tempo. Deshalb messen wir nach dem Launch, und wenn ein Wert fällt, prüfen wir zuerst, was zuletzt hinzugekommen ist.

Ist eine Astro Website sicher?

Eine statische Astro Website ist sehr schwer zu hacken, aber nicht unangreifbar. Auf dem Live-Server gibt es keine Datenbank, kein PHP und keine Plugins. Damit entfällt die Angriffsfläche, an der die meisten WordPress-Vorfälle beginnen. Übrig bleiben die Konten und Dienste rund um Ihre Website, und die brauchen weiterhin Sorgfalt.

Wo die meisten WordPress-Lücken entstehen

Die Zahlen von Patchstack, das Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld erfasst, sind eindeutig. 2025 zählte Patchstack 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem, 42 % mehr als 2024. Davon lagen 91 % in Plugins und 9 % in Themes. Im WordPress-Kern selbst wurden nur sechs gemeldet, alle mit niedriger Priorität. Bei 46 % hatte der Entwickler noch keine Lösung bereit, als die Lücke öffentlich wurde. Die am stärksten angegriffenen Lücken wurden im gewichteten Median nach 5 Stunden ausgenutzt.

Der WordPress-Kern ist also selten das Problem. Das Risiko steckt im Stapel an Erweiterungen, den eine durchschnittliche Website braucht, und im Tempo der Angreifer. Eine gute WordPress-Agentur hält diesen Stapel klein und aktualisiert ihn schnell. Auf dem Server einer statischen Astro Website gibt es diesen Stapel gar nicht. Es gibt keine Login-Seite, auf der jemand Passwörter erraten könnte, und keine Datenbank, in die man einbrechen kann.

Was bei einer Astro Website weiter Aufmerksamkeit braucht

Eine kleinere Angriffsfläche ist nicht null. Diese Bereiche brauchen auch bei einer Astro Website Pflege:

BereichDas RisikoWas hilft
Domain und DNSJemand ändert Ihre DNS-Einträge und übernimmt Website oder E-MailFeste Verwaltung und Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Registrar
Hosting- und Code-KontenEin geleaktes Passwort öffnet den Zugang zu Website oder QuellcodeEigene Logins pro Person mit Zwei-Faktor-Authentifizierung
CMS-Login, falls vorhandenEin CMS wie Sanity hat eigene Logins und RechteNur die nötigen Rechte vergeben und Zugänge rechtzeitig entziehen
Skripte von DrittanbieternEin Chat-Widget oder Tag-Manager lädt Code eines anderen AnbietersNur Skripte mit echtem Nutzen und eine kurze Liste
AbhängigkeitenDie Pakete, mit denen die Website gebaut wird, erhalten UpdatesRegelmäßig aktualisieren und nach jedem Update den Build prüfen

Mit Managed Hosting übernehmen wir den größten Teil davon: Domain- und DNS-Verwaltung, SSL, Sicherheits- und Abhängigkeits-Updates, tägliche Backups und Uptime-Monitoring, mit einem festen Ansprechpartner. Weil kein Plugin-Stapel jede Woche Updates verlangt, bleibt diese Wartung überschaubar.

Datenschutz beginnt bei weniger Drittanbietern

Für Unternehmen in Deutschland ist das ein zweiter Vorteil. Je weniger externe Dienste eine Website beim Aufruf lädt, desto weniger Daten Ihrer Besucher gehen an Dritte. Weil wir Schriften selbst hosten, lädt der Browser sie nicht von einem fremden Server. Tracking und Marketing-Skripte binden wir nur ein, wenn sie einen klaren Zweck haben. Das ersetzt keine rechtliche Prüfung Ihrer Datenschutzerklärung, macht sie aber deutlich einfacher.

Astro als WordPress-Alternative: der Vergleich

Wer eine WordPress-Alternative sucht, vergleicht meist Baukästen wie Wix und Squarespace, eine visuelle Plattform wie Webflow und ein Framework wie Astro. Astro ist die stärkste Wahl, wenn Tempo, Kontrolle und Eigentum mehr zählen als ein visueller Editor oder ein Plugin-Marktplatz. Jede Plattform hat ihren Platz, und diese Tabelle stellt sie fair nebeneinander.

AstroWordPressWixSquarespaceWebflow
LadezeitSchlankes HTML, standardmäßig ohne JavaScriptAbhängig von Theme, Plugins und HostingVon Wix verwaltet, gute WerteVon Squarespace verwaltetVon Webflow verwaltet
SEO-KontrolleVollständig: Markup, Metadaten, Schema, WeiterleitungenUmfangreich, oft über PluginsIntegriert, in den Grenzen von WixIntegriert, in den Grenzen von SquarespaceWeitreichend, in den Grenzen von Webflow
SicherheitKeine Datenbank, kein PHP, keine Plugins auf dem ServerGroße Angriffsfläche, vor allem PluginsÜbernimmt WixÜbernimmt SquarespaceÜbernimmt Webflow
WartungAbhängigkeiten aktualisieren, kein Plugin-StapelCore, Theme und Plugins, jede WocheKeine, die Plattform übernimmtKeine, die Plattform übernimmtKein Server, keine Plugins
BearbeitenDateien mit Vorschau, KI-Werkzeuge oder ein CMSDashboard und Block-EditorVisueller EditorVisueller Editor mit VorlagenVisuelle Arbeitsfläche fürs Marketingteam
KostenDesign und Entwicklung vorab, danach günstiges HostingGünstiger Einstieg, laufende Wartung und LizenzenMonatliches AboMonatliches AboSite- und Workspace-Abos
Lock-inKeiner: Code und Inhalte gehören IhnenGering: Open Source, viele HosterHoch: kein vollständiger ExportHoch: Teil-Export nach WordPressMittel: Code-Export ohne CMS-Inhalte

Astro oder WordPress

Ist WordPress noch zeitgemäß? Für die richtige Website ja. Es passt, wenn eine Redaktion mit mehreren Autoren häufig veröffentlicht, wenn Sie Funktionen brauchen, für die es ausgereifte Plugins gibt, etwa Mitgliederbereiche oder Kurse, oder wenn Ihr WooCommerce-Shop eng mit den Inhalten verwoben ist. Voraussetzung ist ein Budget für strukturierte Wartung. Astro passt, wenn die Website vor allem Ihre Marke und Ihre Expertise tragen soll, wenige Personen sie bearbeiten und Tempo und geringer Wartungsaufwand wichtiger sind als Tausende Plugins.

Es gibt auch einen Mittelweg. Astro kann WordPress als Headless CMS nutzen: Ihre Redaktion behält das gewohnte Dashboard, und Astro baut daraus die öffentliche Website. Bedenken Sie aber, dass Sie dann zwei Systeme betreiben und die WordPress-Installation dahinter weiter Updates braucht.

Astro oder ein Baukasten wie Wix und Squarespace

Ein Baukasten ist klug, wenn Ihre Website klein ist, Sie sie selbst zusammenstellen möchten und sich wenig ändert. Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt die Plattform, und wie die Grafik zeigt, schneidet Wix beim Tempo gut ab. Sie arbeiten allerdings in den Grenzen dieser Plattform, und ein Umzug bedeutet meist einen Neubau.

Astro oder Webflow

Webflow wählen Sie, wenn Ihr Marketingteam Seiten visuell bauen und oft ändern möchte. Wir entwickeln auch in Webflow, mit Client-First von Finsweet und Lumos von Timothy Ricks. In kostenpflichtigen Workspace-Abos können Sie den Code exportieren, doch CMS-Inhalte fehlen im Export, und Formulare sowie die Seitensuche funktionieren außerhalb von Webflow nicht mehr. Worauf Sie bei der Wahl einer Agentur achten, erklärt unser Ratgeber Webdesign-Agentur finden.

Mehrsprachige Websites

Astro bringt Routing für mehrere Sprachen mit: Jede Sprache liegt in einem eigenen Ordner und erhält eigene URLs. WordPress braucht dafür meist ein Übersetzungs-Plugin wie WPML oder Polylang, also eine Lizenz oder eine weitere Komponente, die aktuell bleiben muss. Diese Website läuft auf Deutsch, Englisch und Niederländisch aus einem einzigen Astro-Projekt, und jede Sprachfassung zielt auf eigene lokale Suchbegriffe statt auf eine wörtliche Übersetzung.

Umsteigen, ohne Rankings zu verlieren

Das größte SEO-Risiko eines Wechsels liegt nicht in der neuen Plattform, sondern in der Migration. So gehen Sie sorgfältig vor:

  1. Erfassen Sie alle alten URLs: die Sitemap, die Seiten mit Klicks in der Google Search Console und die Seiten mit externen Links.
  2. Leiten Sie jede alte URL per dauerhafter 301-Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite. Leiten Sie nicht alles auf die Startseite.
  3. Übernehmen Sie Titel, Beschreibungen, strukturierte Daten und Formulare. Bei WordPress erledigte das oft unbemerkt ein Plugin.
  4. Reichen Sie beim Launch die neue Sitemap ein und prüfen Sie im ersten Monat wöchentlich, welche alten Adressen noch Fehler liefern.

Können Sie die Inhalte selbst bearbeiten?

Eine Astro Website hat kein WordPress-Dashboard, Sie können sie aber trotzdem selbst pflegen. Auf unseren Websites stehen alle Texte in übersichtlichen Dateien, die Sie im Browser ändern, mit einer Vorschau, bevor etwas live geht. Sie können Änderungen auch in normaler Sprache anfragen oder sie uns überlassen.

Eine Hand markiert mit einem Bleistift einen gedruckten Korrekturabzug neben einem zugeklappten Laptop, so wie eine Änderung geprüft wird, bevor sie live geht.

Der einfachste Weg ist die Bearbeitung im Browser. Jede Seite ist eine Datei in Ihrem Projekt auf GitHub. Sie öffnen sie, ändern den Text und reichen die Änderung als Vorschlag ein. Netlify stellt innerhalb weniger Minuten eine Vorschau bereit, und erst wenn Sie diese freigeben, geht die Änderung live. Geht etwas schief, bleibt die Live-Website, wie sie war.

Dann gibt es das, was wir eine Website nennen, mit der Sie sprechen können. Weil alle Inhalte in einfachen Textdateien mit fester Struktur liegen, kann ein KI-Assistent wie Claude Code die gesamte Website lesen und ändern. Sie bitten zum Beispiel um eine neue Leistungsseite im Stil der übrigen. Claude schlägt die Änderung vor, prüft, ob die Website noch gebaut wird, und Sie kontrollieren das Ergebnis, bevor es live geht. Dieselbe Struktur macht Ihre Website zur zentralen Quelle der Wahrheit für Ihr Unternehmen. Ihre Werkzeuge können daraus lesen, und mit Automatisierungen in n8n verbinden wir sie mit Ihrem CRM.

Arbeiten viele Redakteure an Ihrer Website, veröffentlichen Sie täglich oder möchten Sie Beiträge zeitlich planen, binden wir ein Headless CMS wie Sanity an. Die Redaktion arbeitet dann in einem übersichtlichen Editor, während die Website selbst schnell und statisch bleibt. Die meisten Unternehmenswebsites brauchen das nicht.

Möchten Sie sich lieber gar nicht darum kümmern? Kleine Änderungen können über uns laufen, als Teil des Managed Hostings. Die ehrliche Abwägung: Will Ihr Marketingteam jede Woche selbst neue Seiten visuell aufbauen, ist Webflow für dieses Team meist angenehmer.

Wem gehört der Code, und wer pflegt ihn?

Code und Inhalte gehören Ihnen. Für Textänderungen brauchen Sie keinen Entwickler, für neue Seitentypen, Komponenten und Framework-Updates schon. Das ist der eigentliche Unterschied zu WordPress, wo ein Inhaber selbst ein Plugin installiert und ein großer Pool an Entwicklern die Arbeit übernehmen kann.

Es gibt weniger Astro-Entwickler, deshalb zählt die Übergabe mehr als das Framework. Sorgen Sie vor dem Launch dafür, dass Folgendes auf Ihr Unternehmen läuft:

  • das Git-Repository, in der GitHub-Organisation Ihres Unternehmens
  • das Hosting-Konto und die Domain, mit DNS unter Ihrer Kontrolle
  • die Konten für CMS, Formulare und Statistik, mit Ihrem Partner als Mitbearbeiter
  • eine kurze Notiz, wie Inhalte geändert werden, wie eine Änderung live geht und wen Sie anrufen

Bei Viralistic ist jeder Projektschritt ein fertiges Ergebnis, das Ihnen bleibt, und die Website ist keine Ausnahme. Unsere Websites folgen einer festen Struktur mit einem strengen Inhaltsschema, sodass ein anderer Astro-Entwickler das Projekt lesen kann, ohne es erst zu zerlegen. Astro hat seit 2022 jedes Jahr mindestens eine neue Hauptversion veröffentlicht, planen Sie diese Updates also ein. Mit Managed Hosting gehören Abhängigkeits-Updates zu dem, was wir betreuen.

Was kostet eine Astro Website?

Astro selbst ist kostenlos. Sie zahlen für Strategie, Design, Entwicklung und Inhalte und nach dem Launch für Hosting und Wartung. Bei Viralistic beginnen Webdesign-Projekte bei rund 4.000 Euro, größere CMS-gestützte Plattformen können 20.000 Euro oder mehr erreichen.

Das Framework bestimmt den Preis für den Bau kaum. Der steckt in der Denkarbeit, im Design und in den Inhalten. Den Unterschied sehen Sie in den Jahren danach. Eine statische Website ist günstig zu hosten und braucht wenig technische Wartung. Rechnen Sie die Kosten einer Website deshalb immer über mehrere Jahre. Oft wiegen die Stunden für die Wartung dann schwerer als das Budget für den Bau.

Der Rechner unten macht das sichtbar. Die Voreinstellungen sind ein Rechenbeispiel mit fiktiven Beträgen: 6.000 Euro für Design und Entwicklung, 50 Euro Fixkosten im Monat und zwei Stunden Wartung im Monat zu 80 Euro pro Stunde. Das ergibt 2.520 Euro pro Jahr und 13.560 Euro über drei Jahre. Senken Sie die Wartung auf eine halbe Stunde im Monat, sinkt die Summe auf 9.240 Euro.

Was kostet Ihre Website über drei Jahre?Tragen Sie die Beträge aus Ihren eigenen Angeboten ein und sehen Sie, was eine Website über drei Jahre wirklich kostet.
Laufende Kosten pro Jahr
2.520 €
Summe über drei Jahre
13.560 €

Rechnen Sie das für jede Plattform durch, die Sie in Betracht ziehen, inklusive Hosting, Lizenzen und der Stunden, die jemand für Updates aufwendet. Was zu guter Wartung gehört, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Website-Wartung. Alle Preisstufen, vom Baukasten bis zur Premium-Agentur, finden Sie in Website erstellen lassen.

Wann Astro nicht die richtige Wahl ist

Astro ist nicht für jede Website die beste Wahl. Wir raten davon ab, wenn Ihr Team einen visuellen Editor oder ein großes Plugin-Angebot wirklich braucht, wenn Sie einen großen Shop oder eine Anwendung bauen oder wenn Ihre bestehende Website bereits gut funktioniert.

Ihre SituationWas besser passt
Eine Redaktion mit vielen Autoren, Rollen und Freigaben, die ein Dashboard gewohnt istWordPress oder Astro mit einem Headless CMS wie Sanity
Ein Shop mit Tausenden Produkten, Lagerverwaltung und komplexem CheckoutEine Shop-Plattform wie Shopify oder WooCommerce
Eine Anwendung mit Login-Bereich, Dashboards und viel InteraktionEin Framework, das für Webanwendungen gemacht ist
Ein Marketingteam, das jede Woche selbst Seiten visuell bauen willWebflow
Eine kleine Website, die Sie selbst bauen und zweimal im Jahr aktualisierenEin Baukasten wie Squarespace oder Wix
Eine gesunde WordPress-Website mit kurzer Plugin-Liste und guter WartungBleiben, wo Sie sind

Manchmal ist eine neue Website auch nicht der erste Schritt. Funktioniert Ihre Website gut, findet sie aber niemand, beginnen Sie besser mit SEO. Und ist Ihre Botschaft noch nicht klar, hilft eine schnellere Website wenig. Das sagen wir Ihnen dann auch offen.

Wie wir helfen

Viralistic ist ein strategischer digitaler Partner an der Achtergracht in Amsterdam, für etablierte Unternehmen und Premium-Marken. Eine Website beginnt bei uns nie mit Code. Wir prüfen Ihren Brand Guide, schreiben Ihr Brand Script und Ihre Sitemap, gestalten Ihre wichtigsten Seiten in Figma und bauen die Website danach in Astro, in sechs Phasen, die Sie einzeln freigeben. Passt Webflow besser zu Ihrem Team, sagen wir das und bauen dort.

Nach dem Launch hält Managed Hosting Ihre Website online, schnell und sicher, mit einem Ansprechpartner für Domain, DNS, SSL, E-Mail und Updates. Auf diesem Fundament bauen wir Ihre Sichtbarkeit bei Google und in KI-Antworten auf. Erst wenn das steht, kann bezahltes Marketing etwas hinzufügen. Ein Mensch prüft jede Seite vor dem Launch, auch wenn KI geholfen hat. Lesen Sie mehr über unseren Webdesign-Ansatz oder vereinbaren Sie ein Strategiegespräch, dann klären wir gemeinsam, ob eine Astro Website der richtige nächste Schritt für Sie ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist Astro kostenlos?

Ja. Astro ist Open-Source-Software unter der MIT-Lizenz, und Sie dürfen es kostenlos für kommerzielle Websites nutzen. Sie bezahlen also nicht für das Framework, sondern für Strategie, Design, Entwicklung, Inhalte und Hosting. Nach der Übernahme des Astro-Teams durch Cloudflare im Januar 2026 bleibt Astro Open Source, und Sie können Ihre Website weiterhin hosten, wo Sie möchten.

Warum ist Astro besser als WordPress?

Für Websites, die vor allem eine Marke und ihre Expertise tragen, ist Astro meist die bessere Wahl. Astro Websites sind leichter, bestehen häufiger die Core Web Vitals und haben auf dem Server keine Plugins, in denen Sicherheitslücken stecken könnten. WordPress bleibt stärker für große Redaktionen, Plugin-lastige Websites und WooCommerce-Shops. Die richtige Wahl hängt davon ab, wer die Website pflegt und was sie können muss.

Ist Astro schneller als WordPress?

Meist ja. Astro liefert vorab gebaute Seiten aus und schickt nur dann JavaScript mit, wenn ein Baustein es braucht, während WordPress Seiten mit PHP zusammensetzt, sofern kein Caching greift. In den Praxisdaten von HTTP Archive vom April 2026 bestanden 67 % der Astro Websites alle drei Core Web Vitals, gegenüber rund 49 % bei WordPress.

Ist Astro nur für statische Websites geeignet?

Nein. Astro baut Seiten standardmäßig vorab als statisches HTML, kann sie aber auch erst bei der Anfrage auf dem Server erzeugen. Mit Server Islands laden Sie persönliche Bausteine, etwa das Profilbild eines angemeldeten Besuchers, getrennt vom Rest der Seite. Für die meisten Unternehmenswebsites entscheiden wir uns bewusst für statisch, weil das am schnellsten und am sichersten ist.

Kann ich eine Astro Website selbst pflegen?

Ja. Auf unseren Astro Websites stehen alle Texte in übersichtlichen Dateien, die Sie im Browser bearbeiten, mit einer Vorschau, bevor etwas live geht. Sie können Änderungen auch in normaler Sprache über Claude Code anfragen. Arbeiten viele Redakteure an der Website, binden wir ein CMS wie Sanity an. Kleine Änderungen können außerdem über uns laufen, als Teil des Managed Hostings.

Brauche ich einen Entwickler für eine Astro Website?

Für Texte, Bilder und neue Beiträge nicht: Die ändern Sie im Browser oder über Claude Code. Für neue Seitentypen, Komponenten und Framework-Updates schon. Legen Sie Repository, Hosting und Domain deshalb auf den Namen Ihres Unternehmens, damit jeder Astro-Entwickler übernehmen kann, falls Sie den Partner einmal wechseln.

Kann Astro WordPress als CMS nutzen?

Ja. Astro kann Beiträge und Seiten über die REST-API von WordPress abrufen, sodass Ihre Redaktion im gewohnten Dashboard bleibt, während Astro eine schnelle öffentliche Website baut. Der Haken: Sie betreiben dann zwei Systeme, und die WordPress-Installation dahinter braucht weiterhin Updates und Sicherheitspflege. Für viele Teams sind Textdateien oder ein eigenes Headless CMS einfacher.

Kann eine Astro Website gehackt werden?

Jede Website kann angegriffen werden, aber eine statische Astro Website bietet sehr wenig Angriffsfläche. Auf dem Live-Server gibt es keine Datenbank, kein PHP, keine Plugins und keine Login-Seite. Das Risiko verlagert sich auf Domain, DNS, Hosting- und CMS-Konten sowie Skripte von Drittanbietern. Eigene Logins, Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine feste Verwaltung decken den Großteil davon ab.

Verliere ich meine Google-Rankings beim Umstieg von WordPress?

Nicht, wenn die Migration sorgfältig geplant ist. Rankings gehen meist durch fehlende Weiterleitungen, vergessene Titel oder verschwundene strukturierte Daten verloren, nicht durch die neue Plattform. Leiten Sie jede alte URL per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite, übernehmen Sie Ihre Metadaten und beobachten Sie die Google Search Console in den ersten Wochen nach dem Launch genau.

Geschrieben von

Marrallisa Kreijkes

Gründerin von Viralistic und offizielle n8n Ambassador

Marrallisa leitet von Amsterdam aus Strategie, Design, Sichtbarkeit und Automatisierung für Premiummarken. Sie hat Teams bei Volkswagen geschult und spricht auf Events von n8n und Anthropic. Möchten Sie Ihre Situation besprechen? Vereinbaren Sie direkt ein Gespräch mit ihr.

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