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Website-Personalisierung: die richtige Botschaft für jeden Besucher.

Website-Personalisierung bedeutet, dass Ihre Website einzelnen Besuchern oder Besuchergruppen unterschiedliche Inhalte zeigt, je nachdem, was Sie über sie wissen: woher sie kommen, was sie selbst auswählen oder was sie zuvor getan haben. Richtig umgesetzt wird Ihre Website relevanter, und die Chance auf eine Anfrage steigt, ohne dass sich Besucher beobachtet fühlen.

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Webdesign

10 Min. Lesezeit

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Ein Interessent klickt auf Ihre Anzeige für eine maßgefertigte Küche und landet auf Ihrer Startseite. Dort sieht er Badezimmer, eine Stellenanzeige und eine Pressemitteilung. Das Versprechen der Anzeige ist verschwunden, und der Interessent auch. Das passiert jeden Tag auf Websites, die allen Besuchern genau dasselbe zeigen.

Website-Personalisierung löst dieses Problem, indem sich die Website nach dem richtet, der gerade schaut. Das klingt nach Onlineshops mit Millionen Besuchern und teurer Software. Die besten ersten Schritte sind aber oft einfach und datenschutzfreundlich. Bei Viralistic gestalten wir Websites in Figma und entwickeln sie in Astro, für etablierte Unternehmen und Premiummarken. In diesem Beitrag lesen Sie, was Website-Personalisierung ist, welche Arten es gibt, was DSGVO und TDDDG erlauben, wie Sie ohne schwere Tools beginnen und wie Sie messen, ob es wirkt.

Was ist Website-Personalisierung?

Website-Personalisierung ist die Anpassung von Inhalten, Reihenfolge oder Angeboten einer Website an einen Besucher oder eine Besuchergruppe. Die Grundlage sind Informationen über diesen Besucher: die Kampagne, über die er kam, die Sprache, die er gewählt hat, die Seiten, die er zuvor angesehen hat, oder die Angaben, die er selbst in ein Formular eingetragen hat.

Personalisierung ist nicht dasselbe wie Individualisierung. Bei der Individualisierung passt der Besucher die Website selbst an, etwa über einen Filter oder eine Einstellung. Bei der Personalisierung übernimmt das die Website. Und sie reicht über die Website hinaus: Auch eine Folge-E-Mail, ein Angebot oder ein Kundenportal lassen sich auf die Person zuschneiden, mit der Sie es zu tun haben.

Besucher erwarten das auch. Laut einer Studie von McKinsey (auf Englisch, 2021) erwarten 71 Prozent der Verbraucher personalisierte Interaktionen von Unternehmen, und 76 Prozent sind frustriert, wenn das nicht geschieht.

Was lässt sich personalisieren?

Fast jedes Element einer Seite kommt infrage. Am häufigsten sind:

  • die Überschrift und der Einstieg einer Landingpage
  • die Reihenfolge von Leistungen, Kollektionen oder Produkten
  • die Referenzen und Kundengeschichten, die Sie zeigen
  • der Call to Action, zum Beispiel ein Showroom-Termin statt eines Angebots
  • die Fragen in einem Formular und die Nachfassung danach

Drei Arten der Personalisierung: Regeln, Verhalten und KI

Es gibt drei Arten der Website-Personalisierung, und sie unterscheiden sich vor allem darin, welche Daten sie brauchen. Webflow beschreibt genau diese drei Ansätze nebeneinander in seinem eigenen Tool Webflow Optimize (auf Englisch): klassisches A/B-Testing, regelbasierte Personalisierung und KI-gestützte Optimierung.

ArtSo funktioniert esWelche DatenBeispiel
RegelbasiertSie legen Regeln vorab fest: wenn dies, dann zeige dasQuelle, Kampagne, Sprache, Gerät, eigene WahlBesucher aus einer Hotelkampagne sehen Referenzen aus der Hotellerie
VerhaltensbasiertDie Website reagiert auf das, was jemand zuvor getan hatAngesehene Seiten, frühere BesucheEin wiederkehrender Besucher sieht die Kollektion vom letzten Mal
KI-gestütztEin Modell sagt pro Besucher voraus, welche Variante am besten wirktViele Verhaltensdaten vieler BesucherProduktempfehlungen, die sich je Besucher unterscheiden

Regelbasierte Personalisierung

Bei der regelbasierten Personalisierung bestimmen Sie die Logik. Sie wählen ein Segment, etwa Besucher, die über eine Kampagne für eine bestimmte Leistung kommen, und legen fest, was diese Besucher sehen. Das ist vorhersehbar, leicht zu erklären und oft ohne persönliche Profile möglich. Für die meisten Premiummarken und B2B-Unternehmen ist das der richtige Einstieg.

Verhaltensbasierte Personalisierung

Verhaltensbasierte Personalisierung berücksichtigt, was ein Besucher zuvor auf Ihrer Website getan hat. Dafür müssen Sie ihn beim nächsten Besuch wiedererkennen, meist mit Cookies oder ähnlichen Techniken. Das macht sie wirkungsvoller, aber auch sensibler: Sie bauen ein Bild vom Verhalten einer Person auf, und dafür gelten strengere Regeln.

KI-gestützte Personalisierung

Bei der KI-gestützten Personalisierung lernt ein Modell, welche Inhalte bei welchem Besuchertyp am besten wirken, teils bis auf die Ebene des einzelnen Besuchers. Das wird auch Hyper-Personalisierung genannt. Sie funktioniert gut bei viel Traffic und großem Sortiment, etwa in einem großen Onlineshop. Bei wenigen Besuchern hat ein Modell zu wenig, woraus es lernen kann, und dann sind ein paar gut gewählte Regeln meist klüger.

Beispiele für Premiummarken

Für Premiummarken fühlt sich gute Personalisierung wie Service an, nicht wie Technik. Denken Sie an einen guten Verkäufer im Flagship-Store: Er merkt sich Ihren Namen und Ihren Geschmack, nicht Ihren Browserverlauf. Diese Anwendungen passen dazu:

  • Wer auf eine Anzeige für eine bestimmte Kollektion oder Leistung klickt, landet auf einer Seite genau dazu, mit passenden Bildern und Referenzen. Das Versprechen der Kampagne setzt sich fort.
  • Ein internationaler Besucher sieht seine Sprache, den Showroom oder Ansprechpartner in seinem Land und den passenden nächsten Schritt.
  • Ein Architekt, ein Privatkunde und ein Projektentwickler suchen Unterschiedliches. Lassen Sie sie sagen, wer sie sind, und zeigen Sie danach die passenden Referenzen.
  • Was jemand in Ihr Formular einträgt, bestimmt die Nachfassung: die passende Referenz in der Bestätigungsmail, der richtige Ansprechpartner und ein Vorschlag für ein Folgegespräch.
  • Bestandskunden sehen in einem Kundenportal oder nach dem Login ihr eigenes Projekt, ihre Bestellung oder ihren Termin. Hier weiß der Besucher, warum die Website ihn kennt.

Gemeinsam ist diesen Beispielen: Der Besucher versteht, warum er etwas zu sehen bekommt. Bei Premiummarken ist das die Grenze zwischen aufmerksam und aufdringlich. Ihre Marke bleibt dabei überall gleich. Personalisierung verändert die Inhalte, die Sie zeigen, nie den Ton, das Erscheinungsbild oder die Qualität.

Datenschutz: Was DSGVO und TDDDG erlauben

Personalisierung ist erlaubt, solange Sie die Regeln für Cookies und personenbezogene Daten einhalten. In Deutschland regelt das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz den Zugriff auf Endgeräte. Nach § 25 TDDDG ist das Speichern von Informationen auf dem Endgerät eines Nutzers oder der Zugriff darauf nur zulässig, wenn der Nutzer auf Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt hat. Ohne Einwilligung geht es nur, wenn der Zugriff unbedingt erforderlich ist, damit Sie einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst bereitstellen können.

Für Personalisierung heißt das in der Praxis:

Was Sie tunWorauf Sie achten
Inhalte an die Seite, den Kampagnenlink oder die Sprachversion anpassenKein Profil nötig. Speichern Sie nichts auf dem Endgerät, ist das die leichteste Form
Eine Wahl des Besuchers speichern, etwa Sprache oder RegionKann unter die Ausnahme für ausdrücklich gewünschte Dienste fallen. Prüfen Sie das im Einzelfall und nennen Sie es in Ihrer Datenschutzerklärung
Verhalten über mehrere Besuche verfolgen und darauf personalisierenVorab Einwilligung einholen. Ohne Ja keine verhaltensbasierte Personalisierung
Profile mit Daten Dritter oder über Websites hinweg aufbauenEinwilligung erforderlich, und die DSGVO gilt für alle personenbezogenen Daten, die dabei anfallen
Formular- oder CRM-Daten für Direktwerbung nutzenDie DSGVO gibt Betroffenen ein Widerspruchsrecht gegen Profiling für Direktwerbung

Die letzte Zeile stammt aus der DSGVO selbst. Artikel 21 DSGVO gibt jeder Person das Recht, jederzeit der Verarbeitung ihrer Daten für Direktwerbung zu widersprechen, einschließlich des Profilings, das damit zusammenhängt. Nach einem Widerspruch ist Schluss.

Der datenschutzfreundlichste Weg ist oft der kontextbezogene: Personalisieren Sie nach dem Zusammenhang, in dem jemand kommt, statt nach der Person. Eine Landingpage, die zur angeklickten Anzeige passt, braucht kein Profil.

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Sind Sie unsicher, lassen Sie Ihre Umsetzung von einer auf Datenschutz spezialisierten Kanzlei prüfen.

So starten Sie ohne schwere Tools

Für den Anfang brauchen Sie keine Personalisierungsplattform. Mit Ihrem CMS, Ihren Formularen und ein paar Automatisierungen kommen Sie schon weit. Diese Reihenfolge funktioniert für die meisten Websites:

  1. Ein Ziel und ein Segment wählen. Zum Beispiel: mehr Showroom-Termine von Besuchern, die über die Kampagne zur neuen Kollektion kommen. Ein Ziel hält die Messung sauber.
  2. Inhalte pro Segment erstellen. Bauen Sie eine eigene Landingpage pro Zielgruppe oder Kampagne, aus demselben CMS. In Astro und in Webflow verwalten Sie diese Varianten wie normale Seiten. Das ist regelbasierte Personalisierung in ihrer einfachsten Form, und wer eine Website erstellen lässt, sollte das von Anfang an einplanen.
  3. Besucher selbst wählen lassen. Eine Frage wie „Sind Sie Architekt, Projektentwickler oder Privatkunde?“ auf Ihrer Startseite ist ehrlich und transparent. Der Besucher sagt selbst, was er sucht, und Sie zeigen die passenden Referenzen.
  4. Formulare nutzen. Fragen Sie im Kontaktformular nach der Art des Projekts oder dem gewünschten Zeitrahmen. Mit n8n senden Sie darauf automatisch die passende Nachfassung: eine Bestätigungsmail mit einer passenden Referenz, eine Benachrichtigung an den richtigen Kollegen und einen Eintrag in Ihrem CRM. Betreiben Sie n8n lieber auf einer eigenen Instanz, etwa mit verwaltetem n8n-Hosting in Europa, behalten Sie selbst im Griff, wo diese Daten liegen. Wie solche Verknüpfungen funktionieren, lesen Sie in unserem Beitrag zur Workflow-Automatisierung.
  5. Für bekannte Kontakte personalisieren. Eingeloggte Kunden und Menschen, die schon Kontakt hatten, können Sie persönlicher ansprechen, im Rahmen dessen, was Sie mit ihnen vereinbart haben.
  6. Verhalten oder KI erst später. Erst wenn die ersten Schritte funktionieren und Sie genug Traffic haben, lohnt sich verhaltensbasierte Personalisierung, mit Einwilligung.

Eine Falle sollten Sie kennen: Personalisierung braucht Inhalte. Jedes Segment braucht eine eigene Überschrift, eigene Bilder und eigene Referenzen. Beginnen Sie mit dem Segment, in dem der größte Wert liegt, und erweitern Sie, wenn es funktioniert.

Wann sich Personalisierung nicht lohnt

Personalisierung ersetzt kein solides Fundament. Wenn Ihre Website nicht klar sagt, was Sie tun, für wen und was der nächste Schritt ist, hilft eine personalisierte Überschrift wenig. Beginnen Sie dann bei der Botschaft: Eine klare Strategie mit BrandScript bringt mehr als zehn Varianten einer unklaren Seite. Personalisierung scheitert auch, wenn niemand Zeit hat, die Inhalte zu pflegen. Eine Variante mit veralteten Referenzen schadet Ihrer Marke mehr als eine gute Standardseite.

Wirkung messen mit A/B-Tests

Ob Personalisierung wirkt, wissen Sie erst, wenn Sie sie mit einer Version ohne Personalisierung vergleichen. Am verlässlichsten ist ein A/B-Test: Ein Teil des Segments sieht die personalisierte Variante, der andere Teil die Standardseite, und Sie messen ein vorab festgelegtes Ziel. Behalten Sie auch nach dem Test eine kleine Kontrollgruppe bei, zum Beispiel jeden zehnten Besucher, damit Sie weiterhin sehen, was die Personalisierung bringt.

Ein A/B-Test braucht genug Traffic, und den haben viele Premiummarken und B2B-Websites nicht. Wie viele Besucher Sie brauchen und was Sie bei zu wenig Traffic tun, lesen Sie in unserem Leitfaden zur Conversion Rate Optimierung. Bei wenig Traffic vergleichen Sie einige Wochen vorher und nachher und messen Mikro-Conversions, etwa Klicks auf Ihre Kontaktseite. Sie kommen häufiger vor, und Sie lernen schneller.

Messen Sie außerdem, was Besucher mit den Inhalten tun. Lesen sie weiter, sehen sie sich mehr Referenzen an, kommen sie wieder? Eine personalisierte Seite, die mehr Anfragen von den falschen Kunden bringt, ist keine Verbesserung.

Wie wir helfen

Bei Viralistic ist Personalisierung Teil des Designs, keine nachträgliche Schicht. Wir beginnen mit Ihrem BrandScript und Ihren Zielgruppen und legen gemeinsam fest, welche Segmente wirklich eine eigene Botschaft verdienen. Danach gestalten wir die Website in Figma, entwickeln sie in Astro mit einem CMS, in dem Sie die Varianten selbst pflegen, und verbinden Formulare mit Automatisierungen in n8n für eine persönliche Nachfassung. Datenschutz denken wir ab der ersten Skizze mit, damit Sie so wenig personenbezogene Daten wie möglich brauchen.

Webdesign-Projekte beginnen bei rund 4.000 Euro, größere CMS-basierte Plattformen können 20.000 Euro oder mehr erreichen. Wie wir arbeiten, lesen Sie auf der Seite zu unserem Webdesign-Ansatz. Was Websites im Premiumsegment erfolgreich macht, zeigt unser Beitrag über Luxus-Websites, die nachweislich konvertieren, und für die automatische Nachfassung nach einer Anfrage lohnt ein Blick auf unser Automatisierungsangebot.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Personalisierung?

Personalisierung bedeutet, etwas auf eine bestimmte Person oder Gruppe zuzuschneiden. Bei der Website-Personalisierung zeigt Ihre Website je nach Besucher andere Inhalte, Reihenfolgen oder Angebote, etwa abhängig von der Kampagne, über die jemand kam, der gewählten Sprache oder früherem Verhalten. Der Unterschied zur Individualisierung: Hier passt sich die Website an, nicht der Besucher sie.

Was ist Hyper-Personalisierung?

Hyper-Personalisierung ist Personalisierung bis auf die Ebene des einzelnen Besuchers, meist mit KI und Verhaltensdaten in Echtzeit. Jeder Besucher sieht dann eine eigene Kombination aus Inhalten oder Produkten. Das funktioniert vor allem bei viel Traffic und großem Sortiment. Für die meisten B2B-Websites und Premiummarken bringen einige gut gewählte Segmente mehr.

Ist Website-Personalisierung nach DSGVO erlaubt?

Ja, wenn Sie die Regeln einhalten. Personalisieren Sie nach dem Kontext, etwa nach dem Kampagnenlink oder der Seite, brauchen Sie oft keine personenbezogenen Daten. Verfolgen Sie Verhalten über mehrere Besuche, holen Sie vorab eine Einwilligung für die eingesetzten Cookies ein. Außerdem darf jede Person dem Profiling für Direktwerbung widersprechen. Im Zweifel lassen Sie Ihre Umsetzung rechtlich prüfen.

Brauche ich eine Einwilligung für Personalisierung?

Meistens ja. Nach § 25 TDDDG dürfen Sie Informationen auf dem Endgerät nur mit Einwilligung speichern oder auslesen, außer wenn das unbedingt erforderlich ist, um einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten Dienst bereitzustellen. Cookies, die Verhalten verfolgen, um Inhalte anzupassen, brauchen deshalb eine Einwilligung. Kontextbezogene Personalisierung ohne Speicherung auf dem Gerät kommt oft ohne aus.

Welche Tools brauche ich für Website-Personalisierung?

Für den Anfang reichen ein gutes CMS, durchdachte Formulare und ein Automatisierungstool wie n8n. Damit bauen Sie Landingpages pro Segment und eine persönliche Nachfassung. Für Tests und regelbasierte Personalisierung auf der Seite gibt es Tools wie Webflow Optimize, für verhaltensbasierte oder KI-gestützte Personalisierung spezialisierte Plattformen. Wählen Sie diese erst, wenn die Basis steht.

Was kostet Website-Personalisierung?

Das hängt vom Ansatz ab. Landingpages pro Segment und eine persönliche Nachfassung nach einer Anfrage lassen sich oft mit Ihrer bestehenden Website und Ihren Tools umsetzen. Spezialisierte Personalisierungssoftware kostet mehr und braucht meist viel Traffic. Bei Viralistic gehört Personalisierung zum Webdesign: Projekte beginnen bei rund 4.000 Euro, größere CMS-basierte Plattformen können 20.000 Euro oder mehr erreichen.

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