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Impression Share in Google Ads: Was der Anteil an möglichen Impressionen verrät.

Der Impression Share, in Google Ads „Anteil an möglichen Impressionen“, ist der Prozentsatz der Impressionen, die Ihre Anzeigen tatsächlich erzielt haben, gemessen an allen Impressionen, die möglich gewesen wären. Sie berechnen ihn als Impressionen geteilt durch die geschätzte Zahl möglicher Impressionen. Was fehlt, entgeht Ihnen durch Ihr Budget oder Ihren Anzeigenrang.

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Marketing

18 Min. Lesezeit

Ihr Kampagnenbericht zeigt Impressionen, Klicks und Conversions. Er zeigt nicht, bei wie vielen Suchanfragen Ihre Anzeige hätte erscheinen können und es nicht getan hat. Diese Lücke misst der Impression Share. Er sagt Ihnen, wie viel der vorhandenen Nachfrage Sie erreichen, und zwei weitere Spalten sagen Ihnen, warum Ihnen der Rest entgeht.

Lesen Sie den Impression Share als Diagnose, nicht als Punktzahl, dann beantwortet er eine klare Frage: Bremst das Budget oder der Anzeigenrang diese Kampagne, und ist die Nachfrage, die Ihnen entgeht, ihren Preis wert? In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie ihn berechnen, wie Sie entgangene Impressionen durch Budget und durch Rang auseinanderhalten, welche Varianten Google Ads kennt, wo Sie die Werte finden und wie Sie sie verbessern. Die Definitionen stammen aus der Google Ads-Hilfe, und wir sagen offen, wann ein höherer Impression Share keine gute Idee ist. Bei Viralistic steuern wir nicht auf Sichtbarkeit um ihrer selbst willen, sondern auf Anfragen, deren Qualität und die Kosten eines neuen Kunden.

Was ist der Impression Share?

Der Impression Share (IS) ist die Anzahl der Impressionen, die Ihre Anzeigen erzielt haben, geteilt durch die geschätzte Anzahl der Impressionen, die sie hätten erzielen können. Im deutschsprachigen Google Ads heißt die Kennzahl „Anteil an möglichen Impressionen“. Google erklärt sie in der Google Ads-Hilfe zum Anteil an möglichen Impressionen. In Fachartikeln lesen Sie meist den englischen Begriff, gelegentlich auch Impressionsanteil.

Impression Share = Impressionen ÷ geschätzte mögliche Impressionen × 100 %

Eine Impression wird jedes Mal gezählt, wenn Ihre Anzeige ausgeliefert wird. Eine mögliche Impression ist eine Auktion, in der Ihre Anzeige hätte erscheinen können. Google schätzt diese Zahl anhand Ihrer Ausrichtung (Keywords, Standorte, Zeitpläne, Geräte), des Freigabestatus Ihrer Anzeigen und ihrer Qualität. Sie müssen nichts selbst zählen: Google Ads berechnet den Wert und zeigt ihn als Prozentsatz an.

Zwei Details helfen beim Lesen. Google berücksichtigt nur Auktionen, in denen Ihre Anzeige realistisch eine Chance hatte. Eine Auktion, die Sie mit dem doppelten Gebot gewonnen hätten, zählt mit. Eine Auktion, für die Ihr Gebot schätzungsweise um 1000 Prozent steigen müsste, zählt nicht. Außerdem sind Suchnetzwerk-Partner ausgenommen: Der Impression Share beschreibt die Google Suche selbst.

Eine lange Tafel, gedeckt für zwölf Personen in einem ruhigen, sonnigen Raum, mit Porzellan an einigen Plätzen und anderen leer, so wie der Impression Share die Plätze zählt, die Sie tatsächlich eingenommen haben.

Bei Shopping-Kampagnen zählt pro Suchanfrage nur Ihre erste Impression, damit mehrere Ihrer Produktanzeigen in derselben Auktion den Wert nicht aufblähen. Bei Performance Max fasst Google Impressionen im Suchnetzwerk und in Shopping zusammen.

Impression Share berechnen: ein Rechenbeispiel

Angenommen, eine Steuerberatungskanzlei in München schaltet eine Suchkampagne für Steuerberatung für Selbstständige. In einem Monat erzielt die Kampagne 15.000 Impressionen. Google schätzt, dass 30.000 Impressionen möglich gewesen wären.

Impression Share: 15.000 ÷ 30.000 × 100 % = 50 %

Bei jeder zweiten Suchanfrage, bei der die Anzeige hätte erscheinen können, war sie zu sehen. Die Formel funktioniert auch rückwärts, und so schätzen Sie die möglichen Impressionen selbst: Impressionen geteilt durch Impression Share, also 15.000 ÷ 0,50 = 30.000. Die andere Hälfte ist der interessantere Teil, denn sie zeigt, was die Kampagne bremst.

Entgangene Impressionen: Budget oder Rang?

Der Impression Share sagt, wie oft Sie zu sehen waren. Zwei weitere Spalten sagen, warum Sie es in den übrigen Fällen nicht waren: weil Ihr Budget aufgebraucht war oder weil Ihr Anzeigenrang zu niedrig war. Erst mit beiden Werten wissen Sie, was zu tun ist.

Der „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget)“ ist der Prozentsatz der Zeit, in der Ihre Anzeigen wegen eines unzureichenden Budgets nicht im Suchnetzwerk ausgeliefert wurden. Google zeigt ihn nur auf Kampagnenebene an, dort, wo auch das Budget liegt. Der „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)“ ist der Prozentsatz der Zeit, in der Ihre Anzeigen wegen eines zu niedrigen Anzeigenrangs in der Auktion nicht ausgeliefert wurden. Rang meint hier Ihre Stellung in der Auktion, nicht Ihren Platz auf der Seite. Der Anzeigenrang hängt unter anderem von Ihrem Gebot, der Qualität von Anzeige und Landingpage, dem Wettbewerb und dem Kontext der Suche ab, wie wir in SEA und Google Ads erklären.

Zusammen beschreiben die drei Werte die geschätzte Gesamtheit möglicher Impressionen: was Sie erzielt haben, was Ihnen durch das Budget entgangen ist und was durch den Rang. Bei der Kanzlei sind das 50 % erzielt, 35 % durch Budget und 15 % durch Rang entgangen. Zusammengezählt landen Sie bei etwa 100 %. Es bleiben Schätzungen, kleine Abweichungen sind also normal.

Zwei Kampagnen können denselben Impression Share haben und trotzdem das Gegenteil brauchen.

Gleicher Impression Share, andere UrsacheZwei Kampagnen, die jeweils 50 % ihrer möglichen Impressionen erzielen
  • Kampagne A
  • Kampagne B
0 %15 %30 %45 %60 %50 %50 %40 %5 %10 %45 %ErzieltEntgangen: BudgetEntgangen: Rang0 %15 %30 %45 %60 %50 %50 %40 %5 %10 %45 %ErzieltEntgangen:BudgetEntgangen:Rang
Gleicher Impression Share, andere Ursache
Kampagne AKampagne B
Erzielt50 %50 %
Entgangen: Budget40 %5 %
Entgangen: Rang10 %45 %

Rechenbeispiel

Kampagne A gewinnt die meisten Auktionen, an denen sie teilnimmt, aber das Geld ist weg, bevor die Nachfrage endet. Kampagne B hat Budget übrig und verliert trotzdem Auktionen. Mehr Budget würde bei B kaum etwas ändern. B braucht bessere Anzeigen, eine passendere Landingpage oder ein höheres Gebot, in dieser Reihenfolge.

Eine Einschränkung gilt für automatische Gebote. Mit „Conversions maximieren“ oder „Klicks maximieren“ entscheidet die Gebotsstrategie selbst, wie hoch sie innerhalb Ihres Budgets bietet, und die Grenze zwischen Budget und Rang verschwimmt. Jyll Saskin Gales, Google Ads-Coach und sechs Jahre lang bei Google tätig, empfiehlt (auf Englisch), die Aufteilung unter einer Maximieren-Strategie nicht als aussagekräftig zu lesen und davon auszugehen, dass Sie durch beides verlieren.

Obere Position, oberste Position und genau passend

Neben dem normalen Impression Share bietet Google Ads Varianten, die nur die Anzeigen oberhalb der organischen Ergebnisse betrachten oder nur Suchanfragen, die genau zu Ihren Keywords passen. Achten Sie auf die Begriffe: Zwei dieser Werte sind Raten Ihrer eigenen Impressionen und kein Anteil am Markt.

Mit Top-Anzeigen meint Google die Anzeigen in direkter Nähe zu den obersten organischen Ergebnissen, in der Regel darüber. Die oberste Position ist die allererste dieser Anzeigen. Diese Spalten finden Sie unter den Wettbewerbsmesswerten. Sie haben auch die durchschnittliche Position ersetzt, die Google im September 2019 abgeschafft hat. Ein älterer Ratgeber, der Ihnen die „Durchschnittliche Position“ empfiehlt, beschreibt also eine Spalte, die es nicht mehr gibt. Die genauen Bezeichnungen können je nach Version der Oberfläche leicht abweichen.

Spalte in Google AdsEnglischer NameWas sie misst
Anteil an mögl. Impr. im SNSearch impr. shareIhre Impressionen im Suchnetzwerk geteilt durch Ihre möglichen Impressionen
Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget)Search lost IS (budget)Mögliche Impressionen, die Ihnen durch das Budget entgehen, nur auf Kampagnenebene
Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)Search lost IS (rank)Mögliche Impressionen, die Ihnen durch den Anzeigenrang entgehen
Anteil an mögl. Impr. obere Pos. im SNSearch top ISIhre Impressionen unter den Top-Anzeigen geteilt durch die dort möglichen
Ant. an Impr. an oberster Pos. im SNSearch abs. top ISDasselbe, nur für die allererste Anzeigenposition
Anteil an mögl. Impr. im SN (genau passend)Search exact match ISNur Suchanfragen, die genau zu Ihren Keywords oder ähnlichen Varianten passen
Impr. (obere Pos.) %Impr. (Top) %Welcher Teil Ihrer eigenen Impressionen unter den Top-Anzeigen lag
Impr. (oberste Pos.) %Impr. (Abs. Top) %Welcher Teil Ihrer eigenen Impressionen die allererste Anzeige war

Die letzten beiden beschreiben die Platzierung, nicht die Reichweite. Ein Wert von 80 % bei „Impr. (obere Pos.) %“ bedeutet, dass 80 % Ihrer Impressionen oben lagen. Er bedeutet nicht, dass Sie bei 80 % aller relevanten Suchanfragen oben standen. In ihren Erläuterungen zu den Messwerten für obere und oberste Positionen rät Google selbst davon ab, Gebote an diesen beiden Werten auszurichten: Sie können sinken, wenn Gebote steigen, weil Sie mit höheren Geboten an Auktionen mit stärkerem Wettbewerb teilnehmen und dort weiter unten landen. Wenn Sie auf eine Platzierung oben bieten möchten, nutzen Sie die Anteile an möglichen Impressionen an oberer oder oberster Position.

Der genau passende Impression Share ist vor allem bei weitgehend passenden Keywords nützlich. Er zeigt, ob Ihre Verluste bei den Suchanfragen liegen, die Ihrem Angebot am nächsten sind, oder bei den breiteren Varianten, die Google hinzunimmt. Für Kampagnen im Displaynetzwerk gibt es zusätzlich „GDN: Anteil an möglichen Impr.“.

Was ist ein guter Impression Share?

Einen allgemein guten Impression Share gibt es nicht, und Google veröffentlicht auch keinen Richtwert dafür. Welcher Wert passt, hängt von der Art der Suchanfrage, Ihrer Marge und dem Wert einer zusätzlichen Impression ab. Ein hoher Anteil ist nur dann gut, wenn die Kunden, die er bringt, ihren Preis wert sind.

Trotzdem kursieren Zahlen, in KI-Antworten ebenso wie in Glossaren von Agenturen: 90 bis 95 % bei Marken- oder Nischenbegriffen, rund 60 % bei umkämpften Keywords, alles unter 50 % gilt als schlecht. Das sind Faustregeln von Agenturen, keine Werte von Google, und Ihre Marge kommt darin nicht vor. Nutzen Sie sie als Gesprächsanfang, nie als Ziel.

Bei Suchanfragen nach Ihrem eigenen Markennamen möchten Sie fast immer zu sehen sein. Google nutzt selbst dieses Beispiel: einen angestrebten Anteil an möglichen Impressionen von 100 % für eine Markenkampagne, damit Ihre Anzeige erscheint, sobald jemand nach Ihrer Marke sucht. Ob Sie eine Markenkampagne überhaupt brauchen, hängt unter anderem davon ab, ob Mitbewerber auf Ihren Namen bieten. Das zeigen Ihnen die Auktionsdaten weiter unten.

Bei breiten, allgemeinen Keywords ist ein niedrigerer Anteil oft die gesündere Wahl. Die letzten Prozentpunkte sind die teuersten, und die zusätzlichen Impressionen stammen meist aus Suchanfragen, die weiter von Ihrem Angebot entfernt sind. Eine Beratung, die mit 40 % Impression Share genug gute Anfragen erhält, braucht keine 90 %.

Eine runde Obsttarte auf einer hellen Marmorplatte, aus der ein großzügiges Stück geschnitten ist, als Erinnerung, dass der Impression Share immer ein Stück eines Kuchens ist, dessen Größe Sie selbst festlegen.

Der Impression Share bezieht sich auch immer auf die Größe des Kuchens. Erweitern Sie Ihre Ausrichtung, wächst die Zahl der möglichen Impressionen, und Ihr Anteil sinkt, auch wenn Sie genauso viele Menschen erreichen. Google weist selbst darauf hin: Ein kleineres Zielgebiet kann den Anteil erhöhen, verringert aber auch die Zahl der verfügbaren Impressionen.

Gleiches Budget, anderer KuchenRund 4.000 Impressionen pro Monat bei wachsendem Zielgebiet
0 %25 %50 %75 %100 %80 %27 %10 %MünchenBayernDeutschland0 %25 %50 %75 %100 %80 %27 %10 %MünchenBayernDeutschland
Gleiches Budget, anderer Kuchen
Impression Share
München80 %
Bayern27 %
Deutschland10 %

Rechenbeispiel: 4.000 Impressionen bei 5.000, 15.000 und 40.000 möglichen Impressionen

Achten Sie auf die Ränder der Skala. Unter 10 % meldet Google keinen genauen Wert mehr: In der Oberfläche sehen Sie „< 10 %“, und die Google Ads API gibt einen solchen Wert als 0,0999 aus. Bei den entgangenen Impressionen gilt das Umgekehrte: Alles über 90 % wird als 0,9001 gemeldet. Ein Strich bedeutet, dass noch zu wenige Daten vorliegen, etwa wegen geringen Traffics oder neuer Keywords, oder dass die Verarbeitung noch läuft. Laut Google erfordern kleine Schwankungen im Zeitverlauf nicht unbedingt eine Reaktion.

Wo Sie den Impression Share in Google Ads finden

Den Impression Share finden Sie in den Spalten der Wettbewerbsmesswerte, auf Ebene von Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords. Google blendet diese Spalten nicht standardmäßig ein, Sie fügen sie also einmal hinzu:

  1. Öffnen Sie in Ihrem Google Ads-Konto Kampagnen, Anzeigengruppen oder Keywords für Suchanzeigen.
  2. Klicken Sie auf das Spaltensymbol über der Tabelle.
  3. Öffnen Sie Wettbewerbsmesswerte und wählen Sie den Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk sowie die beiden Spalten für entgangene Impressionen aus.
  4. Klicken Sie auf Übernehmen und speichern Sie die Spaltenauswahl, damit Sie sie wiederverwenden können.

Einige Regeln aus der Google Ads-Hilfe zum Abrufen der Daten helfen beim Lesen. Alle Messwerte zum Anteil an möglichen Impressionen werden innerhalb von ein bis zwei Tagen aktualisiert. Beurteilen Sie also nicht heute den gestrigen Tag. Google weist sie für jeden Kampagnentyp getrennt aus und fasst sie nicht für das ganze Konto zusammen. Den Verlust durch Budget sehen Sie nur auf Kampagnenebene. Und der Verlust durch Rang erscheint nicht auf dem Tab „Anzeigengruppen“, wenn Ihr Budget zu irgendeinem Zeitpunkt im gewählten Zeitraum ausgeschöpft war.

In anderen Tools finden Sie diesen Wert nicht. Google Analytics 4 misst, was Besucher auf Ihrer Website tun, nicht wie oft Sie an einer Auktion teilgenommen haben. Die Search Console zeigt Impressionen in den organischen Ergebnissen, aber keinen Anteil. Im Meta Werbeanzeigenmanager gibt es keine Auktion auf Suchbegriffe, dort betrachten Sie Reichweite und Frequenz. Microsoft Advertising bietet vergleichbare Messwerte im Bericht „Share of Voice“, und Amazon Ads weist für Sponsored Products und Sponsored Brands einen Impression Share für die obere Position der Suchergebnisse (Top-of-Search) aus.

Auktionsdaten: Ihr Anteil im Vergleich zu Mitbewerbern

Der Bericht „Auktionsdaten“ vergleicht Ihre Leistung mit der anderer Werbetreibender in denselben Auktionen. Er ist für Such-, Shopping- und Performance Max-Kampagnen verfügbar. Wählen Sie eine Kampagne, eine Anzeigengruppe oder ein Keyword aus und klicken Sie auf Auktionsdaten. Für Suchkampagnen sehen Sie sechs Werte: den Anteil an möglichen Impressionen, die Überschneidungsrate (wie oft ein Mitbewerber gleichzeitig mit Ihnen erschien), den Anteil an möglichen Impressionen gegenüber Mitbewerbern (wie oft Sie höher standen oder erschienen, als der andere nicht erschien), die Rate der Position oberhalb sowie die Raten für obere und oberste Positionen.

Laut Google Ads-Hilfe zu Auktionsdaten wird der Bericht nicht angezeigt, wenn Ihr Anteil an möglichen Impressionen unter 10 % liegt. Der Impression Share eines Mitbewerbers in Ihrem Bericht bezieht sich auf die Auktionen, für die er infrage kam, und kann von dem Wert in seinem eigenen Konto abweichen. Am meisten hilft der Bericht, wenn Sie eine Veränderung erklären wollen. Sinkt Ihr Impression Share, obwohl Sie nichts geändert haben, prüfen Sie, ob ein neuer Werbetreibender mit hoher Überschneidungsrate hinzugekommen ist.

Impression Share erhöhen, und wann besser nicht

Sie erhöhen den Impression Share, indem Sie die Ursache des Verlusts beheben: das Budget bei Verlust durch Budget, die Qualität und danach das Gebot bei Verlust durch Rang. Tun Sie das nur dort, wo zusätzliche Impressionen auch zusätzliche gute Anfragen bringen. Google formuliert es so: Um den Anteil zu steigern, müssen Ihre Anzeigen häufiger oder an mehr Stellen erscheinen. Das ist ein Mittel, kein Ziel.

Mit diesem Rechner sehen Sie, wie viele Impressionen und Klicks Ihnen entgehen und ob Budget oder Rang die größere Bremse ist. Die Standardwerte entsprechen dem Beispiel der Kanzlei, mit einer Klickrate von 4 %.

Impression-Share-RechnerGeben Sie die Werte Ihrer Kampagne ein. Der Verlust durch Rang ergibt sich aus dem, was übrig bleibt.
Geschätzte mögliche Impressionen
30.000
Entgangen durch Rang (ca.)
15 %
Durch Budget entgangene Impressionen
10.500
Zusätzliche Klicks bei ausreichendem Budget
420

Das Budget ist Ihre größte Bremse. Mehr Budget bringt mehr Impressionen, erhöhen Sie es aber nur, wenn die Kampagne schon jetzt gute Anfragen zu einem vertretbaren CPA liefert.

Im Beispiel entgehen der Kanzlei 10.500 Impressionen durch das Budget. Bei einer Klickrate von 4 % sind das rund 420 Klicks. Rechnen Sie diese nicht blind in Anfragen um. Die Impressionen, die Ihnen jetzt entgehen, können eine andere Klickrate und Conversion-Rate haben als die, die Sie bereits erzielen. Erhöhen Sie das Budget einige Wochen lang und vergleichen Sie die Kosten pro Anfrage. Dann wissen Sie es, statt zu raten.

Was Sie sehenWas es bedeutetErster Schritt
Hoher Verlust durch Budget, guter CPAIhnen entgehen rentable AnfragenBudget erhöhen oder aus schwächeren Kampagnen umschichten
Hoher Verlust durch Budget, schlechter CPAIhr Budget schützt SieZuerst Suchbegriffe, Anzeigen und Landingpage verbessern
Hoher Verlust durch RangSie verlieren Auktionen an MitbewerberZuerst die Qualität verbessern, dann über höhere Gebote nachdenken
Kaum Verlust, trotzdem zu wenige AnfragenSie sind fast immer sichtbar, die Nachfrage ist kleinAusrichtung erweitern, Keywords ergänzen oder zuerst organisch wachsen

Entgangene Impressionen durch das Budget

Google nennt die naheliegenden Stellschrauben: Budget erhöhen, Gebot anpassen, das regionale Zielgebiet verkleinern und das Budget neu abstimmen, sobald Sie die Ausrichtung erweitern. Wir stellen eine Frage voran: Liefert diese Kampagne schon jetzt gute Anfragen zu einem CPA, der zu dem Wert eines Kunden passt? Wenn ja, entgehen Ihnen durch das Budget rentable Kunden. Wenn nein, verhindert das Budget, dass Sie mehr Geld in etwas stecken, das nicht funktioniert.

Oft geht es nicht darum, mehr auszugeben, sondern anders. Schließen Sie Suchbegriffe aus, die nie zu Kunden werden, beschränken Sie die Kampagne auf Regionen und Zeiten, in denen Ihre Kunden tatsächlich suchen, stellen Sie weitgehend passende Keywords, die zu weit streuen, auf passende Wortgruppe oder genau passend um, und schichten Sie Budget aus schwächeren Kampagnen um. Dann deckt dasselbe Budget die Suchanfragen ab, auf die es ankommt.

Entgangene Impressionen durch den Rang

Verlieren Sie durch den Rang, gewinnen Sie die Auktion nicht oft genug. Ein höheres Gebot ist die teuerste Lösung, beginnen Sie also bei der Qualität. Google schreibt, dass Sie mit sehr relevanten Keywords und Anzeigen eine höhere Position zu einem niedrigeren Preis erreichen können, auch wenn Mitbewerber mehr bieten. Der Qualitätsfaktor zeigt, wo die Schwäche liegt: bei der erwarteten Klickrate, der Anzeigenrelevanz oder der Nutzererfahrung mit der Landingpage.

Der letzte Punkt ist oft gar kein Anzeigenproblem, sondern ein Fundamentproblem. Eine Landingpage, die langsam lädt, nicht zur Suchanfrage passt oder keine klare Geschichte erzählt, kostet Sie Auktionen. Dann kommen Conversion-Optimierung oder eine bessere Website zuerst und ein höheres Gebot später. Deshalb beginnt unser Marketing-Ansatz beim Fundament. Wenn Sie Gebote erhöhen, prüfen Sie, ob Ihr CPC und Ihre Kosten pro Anfrage im Zielbereich bleiben.

Gebotsstrategie „Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen“

„Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen“ (Target Impression Share) ist eine automatische Gebotsstrategie, die Ihre Gebote so festlegt, dass Ihre Anzeige in einem gewählten Prozentsatz der Fälle an einer gewählten Stelle erscheint. Laut Google Ads-Hilfe zu dieser Gebotsstrategie wählen Sie zwischen drei Platzierungen: oben, ganz oben oder beliebig auf der Seite. Wählen Sie 65 % an oberster Position, legt Google Ihre CPC-Gebote so fest, dass Ihre Anzeige in 65 % der möglichen Fälle ganz oben erscheint.

Sie legen ein maximales CPC-Gebot als Obergrenze fest. Google rät, es nicht zu niedrig anzusetzen, weil Sie sonst Ihr Ziel verfehlen. Bestehende Gebotsanpassungen werden nicht verwendet, mit Ausnahme einer Geräteanpassung von -100 %. Die Strategie gilt nur für das Google Suchnetzwerk, ohne Suchnetzwerk-Partner.

Google nennt Markenkampagnen und lokale Sichtbarkeit als typische Einsatzfälle. Wir nutzen die Strategie vor allem für Markenbegriffe. Bei allgemeinen Keywords bietet sie auf Sichtbarkeit und nicht auf Anfragen, und Klicks können schnell teuer werden. Wenn Sie sie dort einsetzen, legen Sie ein Höchstgebot fest und bewerten die Kampagne nach den Kosten pro Anfrage, nicht nach dem erreichten Anteil.

Zusammenhang mit CTR, CPC, Qualitätsfaktor und ROAS

Der Impression Share steht am Anfang der Kette. Aus Impressionen werden Klicks (CTR), Klicks kosten Geld (CPC), ein Teil der Klicks wird zu Anfragen oder Käufen (CPA), und diese bringen Umsatz (ROAS). Eine Änderung am Anfang wirkt auf alles, was folgt.

Der Verlust durch Rang und der Qualitätsfaktor hängen eng zusammen, denn die Qualität von Anzeige und Landingpage fließt in den Anzeigenrang ein. Ihre Platzierung auf der Seite beeinflusst die Klickrate, und Google bietet die Raten für obere und oberste Positionen dafür an: um Veränderungen der CTR durch die Platzierung zu erklären. Holen Sie entgangene Impressionen mit höheren Geboten zurück, steigt Ihr CPC meist mit. Ob sich das lohnt, entscheiden CPA oder ROAS, nicht der Impression Share.

Deshalb ist der Impression Share selten ein guter KPI. Er ist eine Diagnose. Er zeigt, wo Wachstumsspielraum liegt und was ihn blockiert. Ob Sie diesen Spielraum nutzen sollten, entscheiden die Zahlen, die Ihr Geschäft beschreiben: Anfragen, ihre Qualität und die Kosten eines neuen Kunden.

Typische Fehler beim Lesen der Zahlen

Die meisten Fehler entstehen, wenn der Impression Share als Ziel statt als Diagnose behandelt wird. Diese begegnen uns in Konten am häufigsten:

  • Auf 100 % steuern. Die letzten Prozentpunkte kosten am meisten und stammen oft aus Suchanfragen, die am wenigsten bringen.
  • Den Impression Share ohne die Spalten für entgangene Impressionen lesen. Ohne sie wissen Sie nicht, ob Sie beim Budget oder bei der Qualität ansetzen müssen.
  • Kampagnen mit unterschiedlicher Ausrichtung vergleichen. Eine bundesweite Kampagne hat einen viel größeren Kuchen als eine für München, ein niedrigerer Anteil sagt dort wenig.
  • „Impr. (obere Pos.) %“ als Marktanteil lesen. Der Wert beschreibt Ihre eigenen Impressionen, nicht alle relevanten Suchanfragen.
  • Das Budget einer Kampagne erhöhen, die keine guten Anfragen bringt. Dann kaufen Sie mehr von dem, was schon jetzt nicht funktioniert.
  • Auf einen Strich, auf „< 10 %“ oder auf kleine Schwankungen reagieren. Bei wenigen Daten ist der Wert zu unsicher, um danach zu steuern.
  • Den angestrebten Anteil an möglichen Impressionen bei allgemeinen Keywords ohne Höchstgebot einsetzen. Die Strategie tut dann genau, was Sie verlangen: sichtbar sein, egal zu welchem Preis.

Wie wir helfen

Viralistic ist ein strategischer digitaler Partner in Amsterdam, gegründet und geleitet von Marrallisa Kreijkes. Unser Marketing beginnt organisch. Bevor ein Euro in Anzeigen fließt, prüfen wir das Fundament: eine klare Geschichte, eine schnelle Website, die Besucher zu Anfragen macht, eine Messung, die stimmt, und Sichtbarkeit in Google und in KI-Antworten. Verlieren Sie viele Impressionen durch den Rang, liegt die Lösung oft dort, nicht in einem höheren Gebot.

Ist das Fundament gesund und brauchen Sie trotzdem mehr Kunden, setzen wir Google Ads auf Basis Ihres BrandScripts um. Wir testen zuerst breit, besprechen die Ergebnisse gemeinsam mit Ihnen und entscheiden dann gemeinsam, wohin mehr Budget fließt. Den Impression Share nutzen wir dabei als Diagnose: Er zeigt, wo Nachfrage unbeantwortet bleibt und warum, und die Anfragen zeigen uns, ob es sich lohnt, sie zu beantworten. Wir berichten über Anfragen, deren Qualität und die Kosten eines neuen Kunden, und wir testen Änderungen mit Experimenten, statt zu raten. Ein Mensch prüft jede Kampagne, auch wenn KI mitgeholfen hat. Lesen Sie mehr über unseren Marketing-Ansatz oder darüber, Google Ads auszulagern.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Impression Share auf Deutsch?

Impression Share heißt im deutschsprachigen Google Ads „Anteil an möglichen Impressionen“. Gemeint ist der Prozentsatz der Impressionen, die Ihre Anzeigen erzielt haben, gemessen an allen Impressionen, die möglich gewesen wären. Ein Wert von 50 % bedeutet, dass Ihre Anzeige bei jeder zweiten Auktion erschien, für die sie infrage kam. Gelegentlich lesen Sie auch Impressionsanteil.

Wie berechnet man den Impression Share?

Sie teilen die erzielten Impressionen durch die geschätzte Zahl möglicher Impressionen und multiplizieren mit 100 %. Bei 15.000 Impressionen und 30.000 möglichen Impressionen ergibt das 50 %. Die Zahl der möglichen Impressionen schätzt Google anhand Ihrer Ausrichtung, des Freigabestatus und der Qualität Ihrer Anzeigen. Google Ads zeigt Ihnen das Ergebnis direkt in den Wettbewerbsmesswerten an.

Was ist ein guter Impression Share?

Einen allgemeinen Richtwert gibt es nicht, und Google veröffentlicht keinen. Bei Ihrem eigenen Markennamen möchten Sie fast immer sichtbar sein. Bei allgemeinen Keywords ist ein niedrigerer Anteil oft klüger, weil die letzten Prozentpunkte am teuersten sind. Gut ist der Anteil, bei dem Sie genug gute Anfragen zu Kosten erhalten, die Ihre Marge tragen kann.

Was ist der Unterschied zwischen Impressionen und Klicks?

Eine Impression wird gezählt, sobald Ihre Anzeige auf einer Suchergebnisseite oder einer anderen Website im Google-Werbenetzwerk erscheint. Ein Klick zählt erst, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Das Verhältnis beider Werte ist die Klickrate (CTR). Eine Impression sagt also, dass Ihre Anzeige zu sehen war, nicht, dass sie jemand wahrgenommen hat.

Was ist der Unterschied zwischen Impressionen und Impression Share?

Impressionen sind eine Anzahl: wie oft Ihre Anzeige ausgeliefert wurde. Der Impression Share ist ein Verhältnis: wie viele der möglichen Impressionen Sie erzielt haben. Dieselben 15.000 Impressionen können in einem kleinen Markt 80 % sein und in einem großen 10 %. Klicks wiederum zählen, wie oft jemand auf die Anzeige geklickt hat.

Was bedeutet „Anteil an entgangenen Impressionen (Rang)“?

Der Wert gibt an, in welchem Prozentsatz der Zeit Ihre Anzeigen wegen eines zu niedrigen Anzeigenrangs nicht im Suchnetzwerk erschienen. Der Anzeigenrang hängt unter anderem von Ihrem Gebot, der Qualität von Anzeige und Landingpage und dem Wettbewerb ab. Ein hoher Wert spricht meist zuerst für bessere Anzeigen und Landingpages, erst danach für höhere Gebote.

Was ist der Anteil an möglichen Impressionen gegenüber Mitbewerbern?

Dieser Wert aus den Auktionsdaten, im Englischen Outranking Share, zeigt, wie oft Ihre Anzeige in einer Auktion höher stand als die eines bestimmten Mitbewerbers, oder erschien, während dessen Anzeige nicht erschien. Er hilft Ihnen einzuschätzen, gegen wen Sie Auktionen gewinnen und verlieren. Für Suchkampagnen steht er neben Überschneidungsrate und Rate der Position oberhalb.

Was ist der angestrebte Anteil an möglichen Impressionen?

Das ist eine automatische Gebotsstrategie in Google Ads, auf Englisch Target Impression Share. Sie wählen eine Platzierung (oben, ganz oben oder beliebig) und einen Prozentsatz, und Google legt Ihre Gebote so fest, dass Sie ihn erreichen. Google nennt Markenkampagnen als typischen Einsatz. Legen Sie immer ein maximales CPC-Gebot fest und bewerten Sie die Kosten pro Anfrage.

Geschrieben von

Marrallisa Kreijkes

Gründerin von Viralistic und offizielle n8n Ambassador

Marrallisa leitet von Amsterdam aus Strategie, Design, Sichtbarkeit und Automatisierung für Premiummarken. Sie hat Teams bei Volkswagen geschult und spricht auf Events von n8n und Anthropic. Möchten Sie Ihre Situation besprechen? Vereinbaren Sie direkt ein Gespräch mit ihr.

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