Ein niedriger TKP sieht im Werbebericht nach einem guten Geschäft aus. Tausend Einblendungen für ein paar Euro, was soll daran falsch sein? Eine ganze Menge, wenn diese Einblendungen bei Menschen landen, die nie Kunden werden. Der TKP ist der Preis für Aufmerksamkeit. Ob sich diese Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen auszahlt, verrät er nicht.
Die Lösung: Rechnen Sie weiter. Ein TKP sagt erst etwas aus, wenn Sie wissen, was aus den Impressionen wird: Klicks, Anfragen und am Ende Kunden. In diesem Beitrag erfahren Sie, was der Tausend-Kontakt-Preis bedeutet, wie Sie den TKP berechnen, was ein guter CPM ist und wo Sie ihn in Google Ads, im Meta Werbeanzeigenmanager und in GA4 finden. Die Definitionen stammen aus der Google Ads-Hilfe und der YouTube-Hilfe, die Preisentwicklung aus den Quartalszahlen von Meta. Mit dem Rechner kommen Sie in einem Schritt vom TKP zu den Kosten pro Klick und den Kosten pro Anfrage, denn das ist für Markeninhaber die entscheidende Frage.
Was ist der TKP (CPM)?
TKP steht für Tausend-Kontakt-Preis, auch Tausenderkontaktpreis oder Tausendkontaktpreis geschrieben. International heißt dieselbe Kennzahl CPM, kurz für Cost per Mille, wobei Mille das lateinische Wort für tausend ist. Gemeint ist der Betrag, den Sie als Werbetreibender für 1.000 Einblendungen Ihrer Anzeige zahlen. TKP und CPM bezeichnen also dasselbe. In Google Ads und im Meta Werbeanzeigenmanager steht CPM, in der klassischen Mediaplanung ist TKP verbreiteter.
Der Begriff stammt aus der Mediaplanung für Print, TV und Radio. Dort wird der TKP aus der Bruttoreichweite eines Mediums berechnet, also aus der Zahl der geschätzten Kontakte einschließlich Mehrfachkontakten. Online werden die Einblendungen dagegen gemessen. Eine Impression zählt jedes Mal, wenn Ihre Anzeige auf einem Bildschirm ausgeliefert wird. Wer Ihre Anzeige dreimal sieht, zählt als drei Impressionen. Deshalb gehören neben den TKP immer die Reichweite (wie viele verschiedene Personen oder Konten Ihre Anzeige gesehen haben) und die Frequenz (wie oft im Durchschnitt).

Der TKP ist zugleich Abrechnungsmodell und Kennzahl. Als Abrechnungsmodell zahlen Sie pro tausend Impressionen. Als Kennzahl vergleichen Sie damit die Kosten der Sichtbarkeit zwischen Anzeigen, Kampagnen und Kanälen. Auch wenn Sie pro Klick zahlen, können Sie Ihren TKP ausrechnen. So sehen Sie, ob ein steigender Klickpreis daher kommt, dass Impressionen teurer geworden sind, oder daher, dass weniger Menschen klicken.
TKP berechnen: Formel und Rechenbeispiel
Den TKP berechnen Sie, indem Sie die Werbekosten durch die Zahl der Impressionen teilen und das Ergebnis mit 1.000 multiplizieren. Google Ads rechnet genauso und schreibt die Formel als Kosten geteilt durch (Impressionen / 1.000).
TKP = Werbekosten ÷ Impressionen × 1.000
Ein Beispiel: Ein Anbieter hochwertiger Fahrräder investiert 800 Euro in eine Kampagne auf Instagram und Facebook. Die Anzeigen werden 160.000-mal ausgeliefert. Der TKP liegt dann bei 800 Euro ÷ 160.000 × 1.000 = 5 Euro. Tausend Impressionen kosten im Schnitt fünf Euro, eine einzelne Impression also einen halben Cent.
Mit derselben Formel rechnen Sie auch in die andere Richtung. Kennen Sie Ihren TKP, wissen Sie, wie viele Impressionen ein Budget bringt oder welches Budget Sie für eine bestimmte Zahl an Impressionen brauchen.
| Sie suchen | Formel | Beispiel bei einem TKP von 5 Euro |
|---|---|---|
| TKP | Kosten ÷ Impressionen × 1.000 | 800 Euro ÷ 160.000 × 1.000 = 5 Euro |
| Budget | TKP × Impressionen ÷ 1.000 | 5 Euro × 300.000 ÷ 1.000 = 1.500 Euro |
| Impressionen | Budget ÷ TKP × 1.000 | 1.500 Euro ÷ 5 Euro × 1.000 = 300.000 |
In einer Tabellenkalkulation tragen Sie die Kosten in Zelle A2 und die Impressionen in B2 ein, dann liefert =A2/B2*1000 den TKP jeder Kampagne.
Vom TKP zu den Kosten pro Anfrage
Aussagekräftig wird der TKP erst, wenn Sie weiterrechnen. Zwei Kennzahlen schlagen die Brücke zum Ergebnis: die Klickrate (CTR), also der Anteil der Impressionen, der zu einem Klick führt, und die Conversion Rate, der Anteil der Besucher, die eine Anfrage senden oder kaufen.
CPC = TKP ÷ (1.000 × CTR)
CPA = CPC ÷ Conversion Rate
Klicken im Beispiel 1 % der Menschen, bringen 160.000 Impressionen 1.600 Klicks. Der CPC liegt dann bei 800 Euro ÷ 1.600 = 0,50 Euro. Senden 2,5 % dieser Besucher eine Anfrage, erhalten Sie 40 Anfragen zu je 20 Euro. Diese letzte Zahl, der CPA, entscheidet, ob sich die Kampagne lohnt. Der TKP ist ein Zwischenergebnis.
Mit dem Rechner sehen Sie sofort, wie sich ein anderer TKP, eine andere CTR oder Conversion Rate auf Ihre Kosten pro Anfrage auswirkt.
- TKP (CPM)
- 5,00 €
- Kosten pro Klick (CPC)
- 0,50 €
- Anfragen
- 40
- Kosten pro Anfrage
- 20,00 €
Was ist ein guter TKP?
Ein guter TKP ist ein TKP, bei dem Ihre Kosten pro Anfrage oder pro Kunde im Rahmen bleiben. Einen allgemeingültigen Wert gibt es nicht. Google schreibt in der Hilfe zu Videomesswerten selbst, dass ein guter durchschnittlicher CPM von Land zu Land unterschiedlich ist, weil für CPM-Gebote je Land andere Mindestanforderungen gelten. Hinzu kommt eine Handvoll Faktoren, die den Preis bewegen.
| Faktor | Wirkung auf Ihren TKP |
|---|---|
| Zielgruppe | Eine kleine oder stark umworbene Zielgruppe, etwa Entscheider einer Branche, ist teurer als ein breites Publikum. |
| Wettbewerb und Saison | Je mehr Werbetreibende auf dieselben Menschen bieten, etwa rund um Black Friday und die Feiertage, desto höher der Preis. |
| Platzierung und Format | Ein Video im Feed oder eine prominente Position auf einer Website kostet mehr als ein kleines Banner am Seitenende. |
| Qualität und Relevanz | In der Meta-Auktion zählen die erwartete Reaktion auf Ihre Anzeige und ihre Qualität mit. Relevante Anzeigen gewinnen oft zu einem niedrigeren Preis. |
| Kampagnenziel | Optimieren Sie auf Käufe, sucht die Plattform Menschen mit höherer Handlungswahrscheinlichkeit. Um diese bieten mehr Werbetreibende. |
| Land | Google weist selbst darauf hin, dass ein guter CPM je Land verschieden ist. |
Deshalb sagt ein TKP aus einer Benchmark-Liste wenig über Ihre Kampagne. Ein TKP von 3 Euro ist teuer, wenn aus dieser Zielgruppe niemand kauft, und ein TKP von 25 Euro ist günstig, wenn er genau die richtigen Menschen erreicht.
Warum der TKP steigt, auch wenn Sie nichts ändern
Werbeplätze werden versteigert, der Preis folgt Angebot und Nachfrage. Meta veröffentlicht jedes Quartal, wie viele Anzeigenimpressionen das Unternehmen ausgeliefert hat und wie sich der durchschnittliche Preis pro Anzeige entwickelt. Im dritten Quartal 2026 stiegen die Impressionen um 10 % und der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 14 % gegenüber dem Vorjahresquartal, wie die Quartalszahlen von Meta zeigen. Es war das erste Quartal 2026, in dem der Preis stärker wuchs als die Zahl der Impressionen.

Der durchschnittliche Preis pro Anzeige ist Metas eigene Kennzahl über alle Werbetreibenden und Länder hinweg und damit nicht Ihr TKP. Er zeigt aber die Richtung: Dieselbe Aufmerksamkeit kostet in diesem Jahr mehr als im Vorjahr. Das Diagramm stellt das Wachstum von Impressionen und Preis je Quartal nebeneinander.
- Anzeigenimpressionen
- Durchschnittlicher Preis pro Anzeige
| Anzeigenimpressionen | Durchschnittlicher Preis pro Anzeige | |
|---|---|---|
| Q1 2026 | 19 % | 12 % |
| Q2 2026 | 14 % | 12 % |
| Q3 2026 | 10 % | 14 % |
Quelle: Quartalszahlen von Meta Platforms, Q1 bis Q3 2026
Rückwärts gerechnet: Wie hoch darf Ihr TKP sein?
Hilfreicher als die Frage nach einem guten TKP ist die Frage, welchen TKP Sie sich leisten können. Den rechnen Sie von Ihrem Ziel-CPA aus zurück, also dem Betrag, den Sie höchstens für eine Anfrage oder einen Kauf zahlen wollen.
Maximaler TKP = Ziel-CPA × CTR × Conversion Rate × 1.000
Ein Beratungsunternehmen, das höchstens 120 Euro pro Anfrage zahlen will, kann bei einer CTR von 1 % und einer Conversion Rate von 2 % einen TKP von bis zu 120 Euro × 0,01 × 0,02 × 1.000 = 24 Euro zahlen. Liegt der TKP darunter, bleibt jede Anfrage im Budget.
Das Diagramm zeigt, was passiert, wenn die Website besser konvertiert. Bei gleichem Ziel-CPA und gleicher CTR verdoppelt sich Ihr maximaler TKP, sobald sich Ihre Conversion Rate verdoppelt. Eine Website, die mehr Besucher in Anfragen verwandelt, macht teurere und oft bessere Zielgruppen bezahlbar. Günstiger werben beginnt deshalb häufig auf der eigenen Website, mit Conversion Rate Optimierung.
| Maximaler TKP | |
|---|---|
| 1 % | 12 € |
| 2 % | 24 € |
| 3 % | 36 € |
| 4 % | 48 € |
| 5 % | 60 € |
Rechenbeispiel: Ziel-CPA × CTR × Conversion Rate × 1.000
Wie Sie einen Ziel-CPA oder Ziel-ROAS aus Ihrer Marge oder dem Wert eines Kunden ableiten, lesen Sie in unseren Beiträgen zum ROAS und zu SEA und Google Ads.
TKP messen in Google Ads, Meta und GA4
Den TKP finden Sie in Ihrer Werbeplattform, nicht in Ihrer Webanalyse. Google Ads und der Meta Werbeanzeigenmanager rechnen ihn für Sie aus. GA4 zeigt, was nach dem Klick passiert, und dort entscheidet sich, ob der TKP gut investiert war.
Google Ads
In Google Ads fügen Sie über das Spaltensymbol die Spalte Durchschn. CPM zu Ihrer Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Anzeigentabelle hinzu. Google nennt den CPM am wertvollsten, wenn Sie damit Anzeigen, Anzeigengruppen und Kampagnen untereinander vergleichen. Für Videokampagnen mit dem Ziel Markenbekanntheit und Reichweite gehören Impressionen, Unique Reach und die durchschnittliche Häufigkeit daneben. Ob Ihre Anzeigen öfter hätten erscheinen können, zeigt Ihnen der Anteil an möglichen Impressionen.
Wenn Sie auf Impressionen bieten möchten, bietet Google zwei zentrale Gebotsstrategien. Mit dem Ziel-CPM legen Sie fest, wie viel Sie im Durchschnitt für tausend Impressionen zahlen wollen. Die Strategie ist für Videokampagnen verfügbar und optimiert darauf, mehr einzelne Nutzer zu erreichen. Mit „Sichtbarer CPM“ (vCPM) zahlen Sie in Kampagnen vom Typ „Nur Displaynetzwerk“ ausschließlich für Impressionen, die sichtbar waren. Welche Strategien Sie wählen können, hängt vom Kampagnentyp ab. Prüfen Sie das deshalb in Ihrem Konto.
Wann gilt eine Impression als sichtbar? Google folgt den Standards des Media Rating Council. Eine Displayanzeige ist sichtbar, wenn mindestens 50 % von ihr mindestens eine Sekunde auf dem Bildschirm zu sehen sind. Bei einer Videoanzeige müssen 50 % sichtbar sein, während das Video mindestens zwei Sekunden läuft. Das erklärt die Google Ads-Hilfe zu Active View, ebenso wie die Spalten Sichtbarkeitsrate und Durchschn. sichtbarer CPM. Google fügt hinzu, dass eine sichtbare Anzeige keine Garantie dafür ist, dass in diesem Moment auch jemand hinsieht.
Meta Werbeanzeigenmanager
Im Meta Werbeanzeigenmanager fügen Sie den CPM hinzu, indem Sie die Spalten Ihrer Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Anzeigenansicht anpassen. Meta rechnet mit dem ausgegebenen Betrag geteilt durch die Impressionen, mal tausend, und zählt eine Impression jedes Mal, wenn Ihre Anzeige auf dem Bildschirm erscheint. Stellen Sie deshalb Reichweite und Frequenz daneben. Meta weist außerdem die Kosten pro 1.000 erreichte Konten aus. Diese liegen über Ihrem CPM, sobald die Frequenz über 1 steigt, weil Sie dann mehr Impressionen als Konten haben. Das entspricht dem Unterschied zwischen Brutto- und Nettoreichweite aus der klassischen Mediaplanung.
GA4 und Search Console
GA4 weist keinen TKP aus. Haben Sie Google Ads mit GA4 verknüpft, finden Sie unter Werbung, Leistung, Google Ads die Anzeigenklicks, die Werbekosten und den Cost-per-Click für Anzeigen, zusammen mit dem, was diese Besucher danach tun. Erst diese Kombination zeigt, ob die Impressionen etwas gebracht haben: wie viele Besucher sich mit Ihrer Website beschäftigen und wie viele eine Anfrage senden.
Die Search Console zeigt eine andere Art von Impressionen: wie oft Ihre Website in den organischen Suchergebnissen von Google erschienen ist. Für diese Impressionen zahlen Sie keinen TKP. Je mehr Nachfrage Sie organisch über SEO und Sichtbarkeit in KI-Antworten abdecken, desto weniger Aufmerksamkeit müssen Sie kaufen.
TKP, vCPM, eCPM und RPM: die Varianten
Rund um den TKP gibt es Varianten, die etwas anderes messen.
| Begriff | Was er misst | Wo er vorkommt |
|---|---|---|
| TKP oder CPM | Kosten pro tausend Impressionen | Meta Ads, YouTube, Display, Programmatic |
| vCPM (sichtbarer CPM) | Kosten pro tausend sichtbare Impressionen | Google Ads, Displaynetzwerk |
| Ziel-CPM | Gebotsstrategie mit einem durchschnittlichen CPM als Ziel | Google Ads, Videokampagnen |
| eCPM (effektiver CPM) | Kosten oder Erlös umgerechnet auf tausend Impressionen, unabhängig vom Abrechnungsmodell | Kampagnenvergleich, Publisher |
| Kosten pro 1.000 erreichte | Kosten pro tausend erreichte Konten statt Impressionen | Meta Ads |
| CPV | Kosten pro Videoaufruf | Google Ads, Videokampagnen |
| RPM | Einnahmen pro tausend Aufrufe für Creator | YouTube Studio |
Die meisten Verwechslungen passieren bei YouTube, wo Creator sowohl CPM als auch RPM sehen. Laut der YouTube-Hilfe zu Werbeeinnahmen ist der CPM das, was Werbetreibende pro tausend Anzeigenimpressionen zahlen, vor der Umsatzbeteiligung. Der RPM ist das, was der Creator pro tausend Aufrufe verdient, nach der Umsatzbeteiligung und über alle Aufrufe gerechnet, auch über die ohne Werbung. Der RPM liegt deshalb meist unter dem CPM.
Vor- und Nachteile der Abrechnung nach TKP
Die Abrechnung nach TKP lohnt sich, wenn Sichtbarkeit das Ziel ist, denn Sie wissen, was Reichweite kostet, und die Plattform berechnet nichts zusätzlich, wenn Menschen klicken. Das Risiko liegt bei Ihnen: Sie zahlen für jede Impression, auch für die, die niemand wahrnimmt.
| Was für Sie spricht | Was gegen Sie arbeitet |
|---|---|
| Sie wissen vorab, was tausend Impressionen kosten | Sie zahlen auch für Impressionen, die niemand ansieht, also achten Sie auf Sichtbarkeit |
| Sie bauen Bekanntheit bei Menschen auf, die noch nicht nach Ihnen suchen | Der Zusammenhang zwischen Impression und Anfrage ist schwerer nachzuweisen |
| Eine starke Anzeige erhält mehr Klicks zum selben Preis, jeder Klick wird günstiger | Streuverluste: Ein Teil der Kontakte gehört nie zu Ihrer Zielgruppe |
| Er passt zu Launches, Veranstaltungen und Video | Bot-Traffic existiert, kaufen Sie also bei Plattformen, die ihn herausfiltern |
Laut der Google Ads-Hilfe zu ungültigen Klicks berechnet Google ungültige Klicks, etwa von Bots oder versehentlichen Doppelklicks, nicht und filtert sie automatisch aus Berichten und Zahlungen heraus. Das deckt Betrug ab. Es deckt nicht die Impression ab, die unterhalb des sichtbaren Bereichs geladen wurde, während Ihr Interessent weiterscrollte. Deshalb zählt bei Display die Sichtbarkeit so viel.
TKP, CPC oder CPA: Welches Modell passt?
Ist der CPM besser als der CPC? Das hängt von Ihrem Ziel ab. Der TKP passt zu Kampagnen, bei denen Sichtbarkeit das Ziel ist: eine Marke bekannt machen, einen Launch oder eine Veranstaltung ankündigen oder Ihre Geschichte per Video Menschen erzählen, die Sie noch nicht kennen. Zahlen Sie pro Klick, trägt die Plattform das Risiko, dass niemand klickt. Geht es um Anfragen oder Verkäufe, steuern Sie auf die Kosten pro Anfrage und nutzen den TKP, um zu verstehen, warum diese Kosten steigen oder sinken.
Wie irreführend der TKP für sich allein sein kann, zeigt dieses Rechenbeispiel. Dasselbe Angebot, zwei Zielgruppen:
| Kampagne A: breite Zielgruppe | Kampagne B: fokussierte Zielgruppe | |
|---|---|---|
| TKP | 3 Euro | 12 Euro |
| CTR | 0,5 % | 2 % |
| CPC | 0,60 Euro | 0,60 Euro |
| Conversion Rate | 1 % | 4 % |
| Kosten pro Anfrage | 60 Euro | 15 Euro |
Kampagne B kostet pro tausend Impressionen viermal so viel, der Klick kostet gleich viel, und eine Anfrage kostet nur ein Viertel. Wer nur auf den TKP schaut, gibt das Budget der falschen Kampagne. Und selbst die Kosten pro Anfrage sind noch nicht die ganze Wahrheit. Entscheidend ist, wie viele dieser Anfragen zu Kunden werden und was Sie ein neuer Kunde am Ende kostet.
TKP senken, ohne an Qualität zu verlieren
Ein niedrigerer TKP ist nur dann ein Gewinn, wenn Sie weiterhin dieselben Menschen erreichen. Beginnen Sie deshalb bei der Anzeige selbst. In der Meta-Auktion zählt nicht nur Ihr Gebot, sondern auch, wie wahrscheinlich Menschen auf Ihre Anzeige reagieren und wie gut die Anzeige ist. Eine Anzeige, die Menschen relevant finden, gewinnt häufiger zu einem niedrigeren Preis. Köder, die auf Klicks oder Reaktionen zielen, bewirken das Gegenteil.
Geben Sie dem Algorithmus danach Spielraum. Jede harte Einschränkung bei Alter, Region oder Platzierung verkleinert die Gruppe, aus der die Plattform wählen kann, und eine kleinere Gruppe ist meist teurer pro tausend Impressionen. Testen Sie deshalb zuerst breit und steuern Sie anhand der Ergebnisse nach, so wie wir es in unserem Marketing-Ansatz tun. Behalten Sie auch die Frequenz im Blick. Sieht dieselbe Gruppe Ihre Anzeige immer wieder, sinken die Reaktionen, und der Preis kann steigen. Erneuern Sie Ihre Anzeigen rechtzeitig.
Planen Sie außerdem rund um die Saison. In umkämpften Zeiträumen bieten mehr Werbetreibende mit. Eine Bekanntheitskampagne, die nicht im Dezember laufen muss, schalten Sie besser davor oder danach. Und geben Sie einer neuen Kampagne ein paar Tage Zeit. In den ersten Tagen liegt der TKP oft höher, während das System lernt, wer reagiert.
Typische Fehler beim TKP
Die meisten Fehler entstehen, weil der TKP eine Rolle bekommt, die er nicht tragen kann.
| Fehler | Was Sie besser machen |
|---|---|
| Auf den niedrigsten TKP optimieren | Auf Kosten pro Anfrage, Qualität der Anfragen und Kosten eines Neukunden steuern |
| Impressionen mit Personen verwechseln | Reichweite und Frequenz neben dem TKP betrachten |
| Kanäle nur über den TKP vergleichen | Über die Kosten pro Anfrage vergleichen, denn eine Feed-Impression ist kein Videoaufruf |
| Sichtbarkeit ignorieren | Sichtbarkeitsrate prüfen und bei Display den vCPM in Betracht ziehen |
| Dezember mit März vergleichen | Mit demselben Zeitraum im Vorjahr vergleichen |
| Nach zwei Tagen urteilen | Die Kampagne lernen lassen und über einen vollständigen Zeitraum bewerten |
Wie wir helfen
Bei Viralistic beginnt Marketing organisch. Bevor auch nur ein Euro in Impressionen fließt, prüfen wir das Fundament: eine klare Botschaft aus Ihrem BrandScript, eine schnelle Website, die Besucher in Anfragen verwandelt, eine Messung, die stimmt, und Sichtbarkeit in Google und in KI-Antworten. Fehlt ein Baustein, sagen wir Ihnen das offen, und genau dort beginnen wir. Ein niedriger TKP hilft nicht, wenn die Landingpage die Besucher wieder verliert. Wer den TKP berechnet, kennt den Preis der Aufmerksamkeit. Aussagekräftig wird er erst neben den Anfragen, die diese Aufmerksamkeit bringt.
Ist das Fundament gesund und brauchen Sie trotzdem mehr Kunden, setzen wir Google Ads und Meta Ads gezielt ein. Wir bauen die Kampagnen auf Ihrem BrandScript und Ihrer Markenidentität auf, testen zuerst breit und vergleichen Varianten in A/B-Tests, damit wir wissen, was funktioniert, statt zu raten. In unseren Berichten steht der TKP als Kontext. Was zählt, sind Ihre Anfragen, deren Qualität und die Kosten eines Neukunden. Ein strategischer Ansprechpartner behält das Ganze im Blick, und ein Mensch prüft jede Kampagne, auch wenn KI geholfen hat.
Mehr dazu lesen Sie in unserem Marketing-Ansatz, im Beitrag zur Google Ads Agentur und im Überblick, welche KPIs Sie neben dem TKP verfolgen sollten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Tausend-Kontakt-Preis?
Der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) ist der Preis für 1.000 Einblendungen oder Sichtkontakte einer Anzeige. International heißt dieselbe Kennzahl CPM, Cost per Mille. Der TKP stammt aus der Mediaplanung für Print, TV und Radio und dient dazu, die Kosten der Sichtbarkeit zwischen Medien und Kampagnen zu vergleichen. Online wird er aus gemessenen Impressionen berechnet.
Wie lautet die Formel für den CPM?
Die Formel lautet: CPM = Werbekosten ÷ Impressionen × 1.000. Kostet eine Kampagne 800 Euro und erzielt 160.000 Impressionen, liegt der CPM bei 5 Euro. Umgekehrt ergibt sich das Budget aus TKP × Impressionen ÷ 1.000. TKP und CPM sind dieselbe Kennzahl, nur unter deutschem und internationalem Namen.
Was ist ein guter CPM-Wert?
Ein guter CPM-Wert hält Ihre Kosten pro Anfrage oder pro Kunde im Ziel. Eine feste Zahl gibt es nicht, denn der Preis hängt von Kanal, Land, Zielgruppe, Platzierung und Saison ab. Google weist selbst darauf hin, dass ein guter CPM je Land verschieden ist. Vergleichen Sie nur innerhalb desselben Kanals und rechnen Sie immer bis zu den Kosten pro Anfrage weiter.
Ist ein hoher TKP gut oder schlecht?
Weder noch, für sich genommen. Ein hoher TKP bedeutet oft, dass Sie eine gefragte Zielgruppe, eine prominente Platzierung oder eine umkämpfte Saison einkaufen, und das ist gut investiert, wenn diese Menschen klicken und anfragen. Schlecht wird er, wenn der Preis steigt, während CTR und Conversions gleich bleiben. Bewerten Sie ihn über die Kosten pro Anfrage.
Was ist ein guter CPM bei YouTube?
Google veröffentlicht keinen durchschnittlichen CPM für YouTube und schreibt selbst, dass ein guter durchschnittlicher CPM je Land verschieden ist. Laut YouTube schwankt der CPM mit der Jahreszeit, der Herkunft der Zuschauer und dem Anzeigenformat. Legen Sie mit dem Ziel-CPM fest, was Sie im Schnitt zahlen wollen, und bewerten Sie die Kampagne über Reichweite, Frequenz und Anfragen.
Wie berechne ich Impressionen?
Wenn Sie Budget und TKP kennen, berechnen Sie die erwarteten Impressionen mit Budget ÷ TKP × 1.000. Bei 1.500 Euro Budget und einem TKP von 5 Euro sind das 300.000 Impressionen. Wie viele Menschen Sie damit erreichen, hängt von der Frequenz ab: Sieht jede Person die Anzeige im Schnitt dreimal, erreichen Sie rund 100.000 Personen.
Wie viele Impressionen sind gut?
Es gibt keine gute Zahl an Impressionen an sich. Entscheidend ist, ob Sie die richtigen Menschen oft genug erreichen und ob daraus Klicks und Anfragen entstehen. Achten Sie deshalb auf Reichweite und Frequenz statt auf die bloße Summe. Viele Impressionen bei einer hohen Frequenz bedeuten oft, dass dieselbe kleine Gruppe Ihre Anzeige immer wieder sieht.
Ist CPM besser als CPC?
Nicht unbedingt. Beim CPM zahlen Sie auch für Menschen, die nicht klicken, beim CPC nur für Klicks. Der CPM passt zu Kampagnen für Reichweite und Markenbekanntheit, der CPC zu Kampagnen, die Besucher auf Ihre Website bringen sollen. Welches Modell am Ende günstiger ist, sehen Sie erst, wenn Sie bis zu den Kosten pro Anfrage oder pro Neukunde rechnen.
Geschrieben von
Gründerin von Viralistic und offizielle n8n Ambassador
Marrallisa leitet von Amsterdam aus Strategie, Design, Sichtbarkeit und Automatisierung für Premiummarken. Sie hat Teams bei Volkswagen geschult und spricht auf Events von n8n und Anthropic. Möchten Sie Ihre Situation besprechen? Vereinbaren Sie direkt ein Gespräch mit ihr.