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Conversion Rate berechnen: Formel, Beispiel und was eine gute Rate ist.

Die Conversion Rate gibt an, wie viel Prozent Ihrer Besucher eine gewünschte Aktion ausführen, etwa eine Anfrage, eine Buchung oder einen Kauf. So lässt sich die Conversion Rate berechnen: Zahl der Conversions geteilt durch die Zahl der Besucher oder Sitzungen, mal 100. Bei 42 Anfragen aus 3.000 Sitzungen liegt sie bei 1,4 Prozent.

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Marketing

19 Min. Lesezeit

Google Analytics zeigt 1,4 Prozent. Google Ads meldet für denselben Monat 6 Prozent. Ein Ratgeber sagt, alles zwischen 2 und 5 Prozent sei „gut“. Welche Zahl stimmt? Alle drei, und genau darin liegt das Problem. Die Conversion Rate ist eine schlichte Division. Was Sie in den Zähler und in den Nenner schreiben, entscheidet aber über das Ergebnis.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Conversion Rate berechnen (mit Rechner), welche Formel für welchen Zweck gilt und was drei aktuelle Benchmarks zeigen, die wir an der Quelle geprüft haben. Danach geht es darum, wie GA4, Google Ads und der Meta Werbeanzeigenmanager zählen, was Ihre Statistik nicht sieht, wie die Rate mit CPC und CPA zusammenhängt und welche Fehler das Bild verzerren. Bei Viralistic bauen wir Websites, bei denen eine funktionierende Messung fester Bestandteil ist. Was wir dabei immer wieder sehen: Eine Conversion Rate hilft erst, wenn Sie wissen, was sie misst, und wenn Sie sie bis zum gewonnenen Kunden verfolgen.

Was ist die Conversion Rate?

Die Conversion Rate ist der Anteil Ihrer Besucher, der das tut, was Sie sich wünschen. Auf Deutsch heißt sie Konversionsrate oder Umwandlungsrate, Google Ads schreibt Conversion-Rate, kurz CR. Gemeint ist immer dasselbe. Eine Conversion ist jede Aktion mit Wert für Ihr Unternehmen: eine Angebotsanfrage, ein gebuchter Termin, ein Kauf, ein Anruf oder eine Newsletter-Anmeldung.

Conversion und Conversion Rate sind zwei verschiedene Dinge. „Wir hatten 50 Anfragen“ ist eine Anzahl von Conversions. „2 Prozent der Besucher haben angefragt“ ist die Conversion Rate. Die Anzahl zeigt, wie viel Arbeit hereinkommt. Die Rate zeigt, wie gut Ihre Website überzeugt, unabhängig davon, wie viel Traffic Sie haben.

Eine Boutiquetür im weichen Abendlicht, einige Passanten unscharf und ein Besucher, der eintritt: der Anteil, den die Conversion Rate misst.

Unterscheiden Sie außerdem Makro- und Mikro-Conversions. Eine Makro-Conversion ist das Hauptziel, etwa eine Anfrage oder eine Bestellung. Eine Mikro-Conversion ist ein Schritt dorthin, etwa der Klick auf die Kontaktseite oder ein begonnenes Formular. Mikro-Conversions kommen häufiger vor und zeigen, wo Menschen abspringen. Zählen Sie beide nie zusammen, sonst misst die Rate nichts mehr. Wie die Conversion Rate zu Ihren übrigen Zielen passt, lesen Sie in unserem Überblick über KPIs im Marketing.

Zwei Begriffe klingen ähnlich und meinen etwas anderes. Im Fußball beschreibt die Conversion Rate die Chancenverwertung, also den Anteil der Schüsse, aus denen ein Tor wird. Die Cash Conversion Rate ist eine Finanzkennzahl. Dieser Beitrag dreht sich um Websites, Landingpages und Anzeigen.

Conversion Rate berechnen: die Formel

Sie berechnen die Conversion Rate, indem Sie die Zahl der Conversions durch die Zahl der Besucher im selben Zeitraum teilen und das Ergebnis mit 100 multiplizieren.

Conversion Rate = (Anzahl der Conversions ÷ Anzahl der Besucher) × 100 %

Verwenden Sie für beide Zahlen genau denselben Zeitraum und dieselbe Abgrenzung. Wollen Sie die Rate Ihrer Leistungsseite im Oktober kennen, nehmen Sie nur die Sitzungen auf dieser Seite im Oktober und nur die Anfragen, die dort begonnen haben.

Rechenbeispiel

Ein Ingenieurbüro hat in einem Monat 3.000 Sitzungen auf seiner Website. Daraus entstehen 42 Anfragen über das Kontaktformular. Die Conversion Rate beträgt 42 ÷ 3.000 × 100 = 1,4 Prozent.

Das Büro möchte auf 2 Prozent kommen. Beim selben Traffic wären das 3.000 × 0,02 = 60 Anfragen, also 18 mehr, ohne einen zusätzlichen Euro für Werbung oder Inhalte. Genau deshalb ist die Conversion Rate so wichtig: Sie bestimmt, wie viel jeder Besucher wert ist.

Mit dem Rechner unten setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Die Standardwerte entsprechen dem Beispiel.

Conversion-Rate-RechnerGeben Sie Sitzungen, Conversions und Ihre Ziel-Rate ein. Sie sehen sofort Ihre Conversion Rate und wie viele Conversions noch im selben Traffic stecken.
Conversion Rate
1,40 %
Conversions pro 1.000 Sitzungen
14,0
Conversions bei Ihrer Ziel-Rate
60
Zusätzliche Conversions aus demselben Traffic
18

Sie liegen unter Ihrem Ziel. Finden Sie zuerst heraus, wo Besucher abspringen, bevor Sie mehr Traffic kaufen.

Die Formel in Excel oder Google Sheets

Tragen Sie die Sitzungen in Zelle A2 und die Conversions in B2 ein. Schreiben Sie =B2/A2 in C2 und formatieren Sie die Zelle als Prozent: Aus 42 und 3.000 werden 1,40 %. Mit =B2/A2*100 erhalten Sie stattdessen die reine Zahl 1,4. Legen Sie auf diese Variante kein Prozentformat, sonst zeigt die Tabelle 140 %.

Sitzungen oder Nutzer im Nenner?

Beides ist möglich, solange Sie sich für eine Variante entscheiden und dabei bleiben. Sitzungen zählen Besuche: Wer am Sonntag und am Montag vorbeischaut, zählt doppelt. Nutzer zählen Personen (genau genommen Browser oder Geräte): Dieselbe Person zählt einmal. Mit Nutzern im Nenner fällt Ihre Rate deshalb höher aus als mit Sitzungen. Jakob Nielsen von der Nielsen Norman Group schreibt in seinem Artikel über Conversion Rates aus dem Jahr 2013, dass beide Zählweisen in Ordnung sind, solange Sie in jedem Zeitraum gleich zählen.

Für Onlineshops ist die Rate pro Sitzung der übliche Standard. Bei Dienstleistern mit langer Entscheidungsphase, bei denen ein Interessent fünfmal wiederkommt, bevor er anruft, sagt die Rate pro Nutzer oft mehr. Schreiben Sie in jeden Bericht, welchen Nenner Sie verwenden.

Welchen Zeitraum wählen Sie?

Ein Monat ist ein guter Standard. Nielsen empfiehlt ihn aus demselben Grund wie wir: kurz genug, um zu reagieren, lang genug, um Zufall auszugleichen. Eine B2B-Website hat am Wochenende deutlich weniger Besuche, eine Tagesrate schwankt also aus Gründen, die nichts mit der Website zu tun haben. Wählen Sie einen Zeitraum mit genug Conversions, stimmen Sie ihn darauf ab, wie oft Sie die Website ändern, und vergleichen Sie bei saisonalem Geschäft Dezember mit Dezember. Kommen nur eine Handvoll Anfragen pro Monat, betrachten Sie Quartale.

Conversion-Rate-Formeln nach Zweck

Dieselbe Formel bedeutet je nach Inhalt etwas anderes. Diese Varianten begegnen Ihnen am häufigsten:

Was Sie messenFormelWas es Ihnen sagt
Conversion Rate der WebsiteConversions ÷ Sitzungen (oder Nutzer) × 100Wie gut die ganze Website Besuche in Aktionen verwandelt
Conversion Rate einer LandingpageConversions der Seite ÷ Besucher der Seite × 100Ob eine Seite und ihr Angebot funktionieren
Conversion-Rate in Google AdsConversions ÷ Anzeigeninteraktionen × 100Wie gut bezahlte Klicks zu Aktionen führen
Conversion Rate einer E-MailConversions aus der E-Mail ÷ Klicks in der E-Mail × 100Ob E-Mail und Landingpage zusammenpassen
Abschlussquote im VertriebNeukunden ÷ Anfragen × 100Wie viele Anfragen zu zahlenden Kunden werden

Die letzte Zeile fehlt in den meisten Berichten, obwohl Ihr Unternehmen genau von ihr lebt. Weiter unten kommen wir darauf zurück.

Die Conversion Rate entlang des Trichters

Ihre Gesamtrate ist das Produkt aller Schritte auf dem Weg dorthin. Zerlegen Sie den Weg in Schritte, sehen Sie, wo er undicht ist. Nehmen wir das Ingenieurbüro aus dem Beispiel:

SchrittBesucherConversion Rate des Schritts
Sitzungen auf der Website3.000
Eine Leistungsseite geöffnet60020 %
Das Anfrageformular geöffnet15025 %
Das Formular abgeschickt4228 %
Gesamt: 20 % × 25 % × 28 %1,4 %

Die Multiplikation ergibt dieselben 1,4 Prozent wie 42 ÷ 3.000. Der Unterschied: Jetzt wissen Sie, wo Sie ansetzen. Schicken nur 28 Prozent derer, die das Formular öffnen, es auch ab, ist das Formular selbst die erste Baustelle.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Eine gute Conversion Rate ist zuallererst höher als Ihre eigene im vorigen Zeitraum. Nielsen formuliert es so: Es gibt keine allgemeine Antwort, außer dass eine gute Conversion Rate für Ihre Website höher ist als die, die Sie vorher hatten. Die Rate hängt von Ihrem Preis ab, von der Komplexität Ihres Angebots, von der Bekanntheit Ihrer Marke, von der Herkunft Ihres Traffics und davon, was Sie als Conversion zählen.

Ein Bezugsrahmen hilft trotzdem, sofern Sie wissen, was gemessen wurde. Hier sind drei aktuelle Benchmarks, die wir an der Quelle geprüft haben. Alle drei heißen „Conversion Rate“, und jede misst etwas anderes.

QuelleWas gemessen wurdeMedianZeitraum
LittledataSitzungen mit Kauf, 436 Shopify-Shops, Daten aus GA41,4 % (Top 20 %: über 2,7 %)27. Juli bis 24. Oktober 2026
UnbounceConversions pro Besucher, 41.000 Landingpages, alle Branchen6,6 %viertes Quartal 2024
WordStream und LocaliQConversions pro Klick, 13.474 Suchkampagnen in den USA8,18 %April 2025 bis März 2026

Im Diagramm wird der Unterschied deutlich.

Dreimal „Conversion Rate“, drei sehr verschiedene ZahlenMedian je Quelle: Was Sie zählen, bestimmt das Ergebnis
0 %2,5 %5 %7,5 %10 %1,40 %6,60 %8,18 %Shopify-ShopsLandingpagesGoogle Ads Suche0 %2,5 %5 %7,5 %10 %1,40 %6,60 %8,18 %Shopify-ShopsLandingpagesGoogleAds Suche
Dreimal „Conversion Rate“, drei sehr verschiedene Zahlen
Mediane Conversion Rate
Shopify-Shops1,40 %
Landingpages6,60 %
Google Ads Suche8,18 %

Quellen: Littledata (436 Shopify-Shops, Juli bis Oktober 2026), Unbounce (41.000 Landingpages, Q4 2024), WordStream und LocaliQ (13.474 Suchkampagnen in den USA, April 2025 bis März 2026)

Die Unterschiede sind logisch, wenn Sie sich ansehen, was gezählt wird. Ein Onlineshop teilt Käufe durch alle Sitzungen, auch durch die von Menschen, die nur stöbern. Eine Landingpage bekommt Besucher mit einem klaren Anliegen und zählt oft auch leichte Conversions wie einen Download. Google Ads teilt Conversions durch Anzeigenklicks von Menschen, die bereits nach Ihrem Angebot gesucht haben, und zählt standardmäßig alle Aktionen, die Sie als primär festgelegt haben. Auch innerhalb einer Quelle ist die Spanne groß: In den Daten von WordStream erreichen Suchkampagnen aus Finanzen und Versicherungen 2,64 Prozent, Kampagnen rund um Tiere und Haustiere 16,22 Prozent.

Zwei Einschränkungen. Die Google-Ads-Zahlen stammen aus US-Kampagnen von LocaliQ-Kunden, sind also weder europäisch noch neutral. Und alle drei Werte sind Mediane: Die Hälfte der Stichprobe liegt darunter.

Ein Premium-Dienstleister ist kein Onlineshop

Je höher der Preis und je größer die Entscheidung, desto niedriger ist die normale Rate. Ein Paar Socken kauft man in einer Sitzung. Ein Projekt im fünfstelligen Bereich braucht mehrere Besuche, Abstimmung mit Kollegen und meist ein Gespräch. Unbounce rechnet es in seiner eigenen Erklärung vor: 5 Prozent sind wenig für eine Newsletter-Anmeldeseite, ordentlich für ein günstiges Produkt und hervorragend für eine Verkaufsseite eines Produkts für 10.000 Dollar.

Für eine Premiummarke ist 1 Prozent über die gesamte Website deshalb kein schlechter Wert. Die entscheidende Frage ist, welche Seiten und Kanäle dahinterstehen und ob die eingehenden Anfragen passen.

Conversion Rate berechnen in GA4, Google Ads und Meta: wer zählt was?

Jede Plattform berechnet die Conversion Rate auf ihre eigene Weise, mit eigenem Zähler und eigenem Nenner. Vergleichen Sie deshalb nie die Zahl aus Google Ads mit der aus Google Analytics, sondern jede Zahl nur mit sich selbst im Zeitverlauf.

Google Analytics 4

In GA4 heißen Conversions seit März 2024 „Schlüsselereignisse“ (Key Events). Sie legen selbst fest, welches Ereignis zählt, zum Beispiel generate_lead für ein abgeschicktes Formular. Google erklärt den Unterschied in der Analytics-Hilfe: Ein Schlüsselereignis ist jede Aktion, die für Ihr Unternehmen zählt, der Begriff Conversion ist jetzt Aktionen vorbehalten, mit denen Sie in Google Ads Kampagnen messen und Gebote steuern.

GA4 bietet zwei fertige Raten, beide unter dem Namen Schlüsselereignisrate. Die Variante für Sitzungen ist die Zahl der Sitzungen mit einem Schlüsselereignis, geteilt durch alle Sitzungen. Die Variante für Nutzer ist die Zahl der Nutzer, die ein Schlüsselereignis ausgelöst haben, geteilt durch alle Nutzer.

Auf ein Detail kommt es an. Sind in Ihrer Property mehrere Schlüsselereignisse markiert, zählt GA4 jede Sitzung mit irgendeinem davon. Wählen Sie im Bericht deshalb das eine Ereignis aus, auf das es Ihnen ankommt. In den Akquisitionsberichten sehen Sie die Rate pro Kanal, mit der Dimension Landingpage pro Einstiegsseite.

Was Ihre Statistik nicht sieht

GA4 zählt nur, was es beobachten kann, und zwei Lücken verschieben Ihre Conversion Rate stärker als die meisten Designänderungen. Die erste ist die Cookie-Einwilligung. Lehnt ein Besucher Analyse-Cookies ab, kann GA4 seine Besuche keinem Nutzer zuordnen. Google kann die Lücke mit Verhaltensmodellierung schätzen, doch laut Google-Hilfe zur Verhaltensmodellierung für den Einwilligungsmodus braucht eine Property dafür unter anderem über mindestens 7 Tage mindestens 1.000 Ereignisse pro Tag von Besuchern ohne Einwilligung und an mindestens 7 der letzten 28 Tage mindestens 1.000 tägliche Nutzer mit Einwilligung. Eine Website mit einigen tausend Sitzungen im Monat ist davon weit entfernt.

Die zweite Lücke sind Anfragen, die nie durch ein Formular gehen. GA4 kann den Tipp auf Ihre Telefonnummer zählen, aber nicht das Gespräch selbst, geschweige denn jemanden, der die Nummer vom Bildschirm abliest oder direkt eine E-Mail schreibt. Bei Dienstleistern sind das oft die besten Anfragen.

Zählen Sie Anfragen deshalb dort, wo sie ankommen: im Postfach, in der Anrufliste, im CRM. Teilen Sie sie durch die Sitzungen desselben Zeitraums und vermerken Sie, dass Ihr Nenner nur Besucher mit Einwilligung enthält, falls das zutrifft. Dann ist die Zahl ehrlich darüber, was sie misst. Und wenn Sie Ihr Cookie-Banner ändern, verschiebt sich die Rate, ohne dass sich an der Website etwas geändert hat.

Google Ads teilt die Conversions durch die Anzeigeninteraktionen (bei Suchkampagnen meist Klicks) im selben Zeitraum. Laut der Google-Ads-Hilfe zur Conversion-Rate ergeben 50 Conversions aus 1.000 Interaktionen eine Conversion-Rate von 5 Prozent. Google weist auch darauf hin, dass die Rate über 100 Prozent liegen kann, wenn Sie mehrere Conversion-Aktionen erfassen oder die Zähleinstellung „Alle“ verwenden, weil ein Klick dann mehr als eine Conversion auslösen kann.

Prüfen Sie deshalb, welche Aktionen als primär eingestellt sind. Nur primäre Aktionen erscheinen in der Spalte Conversions und fließen in Smart Bidding ein. Ein Klick auf Ihre Telefonnummer und eine abgeschickte Anfrage sind nicht gleich viel wert, also halten Sie beide getrennt, statt sie zu addieren. Wie Auktion und Kosten funktionieren, lesen Sie in unserem Beitrag über SEA und Google Ads.

Meta Werbeanzeigenmanager

Meta berichtet vor allem Ergebnisse und Kosten pro Ergebnis. Eine Conversion Rate bilden Sie selbst: Teilen Sie die Ergebnisse durch die Link-Klicks und multiplizieren Sie mit 100, oder speichern Sie diese Rechnung als eigenen Messwert in Ihren Spalten. Zusätzlich zeigt Meta für Anzeigen ab 500 Impressionen das Conversion Rate Ranking, eine der drei Relevanzdiagnosen. Es vergleicht die erwartete Conversion Rate Ihrer Anzeige mit Anzeigen, die dasselbe Optimierungsziel haben und um dieselbe Zielgruppe konkurrieren. Es ist eine Diagnose, kein Ziel: Laut Meta fließt das Ranking nicht in die Anzeigenauktion ein.

Search Console

Die Search Console misst keine Conversions. Sie zeigt Impressionen, Klicks, Klickrate und durchschnittliche Position pro Suchanfrage und pro Seite. Für die Conversion Rate Ihres organischen Traffics kombinieren Sie beides: Die Search Console zeigt, welche Suchanfragen Menschen auf eine Seite bringen, GA4 zeigt, was sie dort tun. Mehr zum ersten Teil lesen Sie in unserem Beitrag über die CTR.

Conversion Rate, CPC und CPA: der Zusammenhang

Die Conversion Rate verbindet das, was Sie für Traffic bezahlen, mit dem, was dieser Traffic bringt. Ändert sie sich, verschiebt sich alles Weitere mit.

Am deutlichsten sehen Sie das bei den Kosten pro Anfrage. Die Kosten pro Conversion sind Ihre Werbekosten geteilt durch Ihre Conversions, und deshalb ist Ihr CPA Ihr CPC geteilt durch Ihre Conversion Rate. Zahlen Sie 2,00 Euro pro Klick und konvertieren 2 Prozent der Klicks, kostet eine Anfrage 2,00 ÷ 0,02 = 100 Euro. Steigt die Rate auf 2,5 Prozent, sinkt der CPA auf 80 Euro, ohne dass sich der Klickpreis ändert.

Kosten pro Anfrage bei festem KlickpreisEine höhere Conversion Rate senkt den CPA, auch wenn der CPC gleich bleibt
0 €62,5 €125 €187,5 €250 €25 €2 %: 100 € pro Anfrage1 %2 %2,5 %4 %5 %8 %0 €62,5 €125 €187,5 €250 €25 €2 %: 100 € pro Anfrage1 %2 %2,5 %4 %5 %8 %
Kosten pro Anfrage bei festem Klickpreis
CPA bei einem CPC von 2,00 €
1 %200 €
2 %100 €
2,5 %80 €
4 %50 €
5 %40 €
8 %25 €

Rechenbeispiel: CPA = CPC ÷ Conversion Rate

Die übrigen Zusammenhänge im Überblick:

KennzahlZusammenhang mit der Conversion Rate
CTRDie CTR bestimmt, wie viele Menschen auf Ihre Website klicken, die Conversion Rate, was sie danach tun.
CPC und CPACPA = CPC ÷ Conversion Rate. Ein teurerer Klick kann sich lohnen, wenn er besser konvertiert.
AbsprungrateSitzungen ohne Interaktion konvertieren fast nie. Eine hohe Absprungrate drückt die Rate.
Durchschnittlicher BestellwertUmsatz = Sitzungen × Conversion Rate × durchschnittlicher Bestellwert. Mehr, aber kleinere Bestellungen bringen womöglich weniger.
ROASBei gleichen Werbekosten steigt der ROAS mit der Conversion Rate und dem Bestellwert.
CACDie Kosten pro Neukunde hängen von der Conversion über die gesamte Strecke ab, vom Besuch bis zum unterschriebenen Auftrag.

So steigern Sie Ihre Conversion Rate

Sie steigern Ihre Conversion Rate, indem Sie zuerst herausfinden, wo Besucher abspringen, und dann genau diese Stelle verbessern, nicht indem Sie willkürlich Buttons umfärben. In der Praxis bewährt sich diese Reihenfolge:

  1. Stellen Sie sicher, dass die Messung stimmt. Prüfen Sie, ob jedes Formular, jede Buchung und jeder Klick auf Ihre Telefonnummer als Schlüsselereignis ankommt, und filtern Sie Ihr eigenes Team und Testverkehr heraus.
  2. Suchen Sie die Seiten mit viel Besuch und wenig Ergebnis. Teilen Sie die Rate nach Landingpage, Kanal und Gerät auf. Der Durchschnitt der ganzen Website verdeckt, wo es hakt.
  3. Machen Sie Ihr Versprechen in Sekunden klar. Wer nicht versteht, was Sie tun und für wen, geht wieder. Eine klare Botschaft aus Ihrem BrandScript bewirkt hier mehr als jedes Gestaltungsdetail.
  4. Zeigen Sie Belege. Referenzen, Namen, Gesichter und klare Kontaktdaten. Je höher Ihr Preis, desto mehr zählt Vertrauen.
  5. Nehmen Sie Aufwand weg. Weniger Formularfelder, eine schnellere Website und ein Button, der auf dem Smartphone gut erreichbar ist.
  6. Geben Sie jeder Seite einen nächsten Schritt. Fünf Buttons, die gleich laut rufen, bekommen oft gar keinen Klick.
  7. Testen Sie, wo Sie unsicher sind, und wenn Sie genug Traffic haben. Ein A/B-Test ersetzt Meinungen durch Belege, braucht aber viele Besucher. Offensichtliche Fehler beheben Sie sofort.

Kleine Änderungen summieren sich. Nielsen rechnet es vor: Hebt das Streichen einer Frage aus einem Formular dessen Conversion Rate von 10 auf 11 Prozent, und erreichen 100.000 Menschen pro Jahr dieses Formular, füllen es 1.000 Menschen mehr aus. Den vollständigen Fahrplan, einschließlich der Frage, wie viel Traffic ein verlässlicher A/B-Test braucht, finden Sie in unserem Leitfaden zur Conversion Rate Optimierung. Wie Sie den nächsten Schritt auf den jeweiligen Besucher abstimmen, lesen Sie im Beitrag zur Website-Personalisierung.

Häufige Messfehler

Stimmt eine Conversion Rate nicht, liegt es meist an der Messung und selten an der Website. Diese Fehler sehen wir am häufigsten:

FehlerWas schiefgehtWas Sie besser machen
Sitzungen und Nutzer vermischenDie Rate ändert sich, sobald Sie den Bericht wechseln.Wählen Sie einen Nenner und nennen Sie ihn in jedem Bericht.
Mikro-Conversions zu Anfragen addierenDie Rate steigt, obwohl nicht mehr Arbeit hereinkommt.Messen Sie Makro- und Mikro-Conversions getrennt.
Eigenes Team, Bots und Testverkehr mitzählenDer Nenner ist zu groß, oder Testanfragen zählen als echte.Filtern Sie internen Traffic in GA4 und testen Sie mit eigenem Formular.
Nur Formulare zählenAnrufe und E-Mails von Website-Besuchern fehlen.Erfassen Sie jede neue Anfrage dort, wo sie ankommt, über jeden Kanal.
Schlüsse aus kleinen Zahlen ziehenZufall sieht aus wie ein Trend.Warten Sie auf genug Conversions und achten Sie auf das Intervall.
Ein Durchschnitt für alle KanäleEine Spitze an unpassendem Traffic drückt die Rate, obwohl die Website in Ordnung ist.Teilen Sie nach Kanal auf und achten Sie auch auf die Anzahl.
Google Ads und GA4 nebeneinanderlegenKlicks und Sitzungen sind verschiedene Nenner, mit anderer Attribution.Vergleichen Sie jede Plattform nur mit sich selbst.
Auf die Rate statt auf Kunden steuernEine niedrigere Hürde bringt mehr Anfragen, aus denen nie Kunden werden.Messen Sie auch die Qualität der Anfragen und die Kosten pro Neukunde.

Kleine Zahlen verdienen besondere Vorsicht. Angenommen, eine Seite hat 200 Besucher und bringt zuerst 4, dann 6 Anfragen. Das sieht aus wie ein Anstieg von 2 auf 3 Prozent, also 50 Prozent besser. Berechnen Sie das 95-Prozent-Konfidenzintervall (nach der Methode von Wilson), liegt die tatsächliche Rate bei 4 von 200 irgendwo zwischen 0,8 und 5,0 Prozent und bei 6 von 200 zwischen 1,4 und 6,4 Prozent. Die Bereiche überlappen fast vollständig. Sie wissen also noch nichts.

Auch Traffic-Spitzen verdienen einen zweiten Blick. Nielsen beschreibt, wie ein humorvoller Artikel über Usability für Katzen an einem Tag viermal so viele Besucher auf die Website der Nielsen Norman Group brachte. Die Verkäufe blieben gleich, also brach die Conversion Rate ein. Das Design war nicht schlechter geworden. Es kamen nur viele Katzenfreunde, die keinen Usability-Kurs suchten. Darum schauen Sie neben der Rate immer auch auf die Anzahl der Conversions.

Steuern Sie auf Kunden, nicht auf Prozente

Eine höhere Conversion Rate ist kein Selbstzweck. Nielsen bringt es auf den Punkt: Sie sollten die Conversion Rate nicht maximieren, sondern optimieren. Für Ihr Unternehmen zählt, wie viele Anfragen hereinkommen, wie viele davon passen und was Sie ein Neukunde kostet.

Ein Füllfederhalter auf einer unterschriebenen Vereinbarung auf einem Schreibtisch aus Nussbaum: der Neukunde am Ende des Weges, den die Conversion Rate erst zu messen beginnt.

Ein Rechenbeispiel zeigt, warum. Ein Beratungsunternehmen investiert 6.300 Euro pro Monat in Marketing und hat 3.000 Sitzungen. In Variante A fragt ein ausführliches Formular nach Budget und Zeitplan. In Variante B ist das Formular auf Name und E-Mail-Adresse gekürzt.

A: ausführliches FormularB: kurzes Formular
Sitzungen3.0003.000
Anfragen4263
Conversion Rate1,4 %2,1 %
Erstgespräche2124
Neukunden65
Kosten pro Anfrage150 Euro100 Euro
Kosten pro Neukunde1.050 Euro1.260 Euro

Variante B gewinnt bei der Conversion Rate und verliert bei dem, was zählt. Ein kurzes Formular ist deshalb nicht immer schlechter, aber Sie wissen es erst, wenn Sie den Weg bis zum unterschriebenen Auftrag verfolgen. Katia Hausman von LocaliQ sagt es im Benchmark-Bericht von WordStream so: Wer nur zählt, wie viele Leads eine Kampagne gebracht hat, übersieht, welche davon zu Kunden wurden. Verbinden Sie Ihr Formular deshalb mit Ihrem CRM oder zumindest mit einer schlichten Übersicht, damit Sie pro Kanal sehen, welche Anfragen zu Kunden werden. Dann können Sie auch Ihren CAC pro Kanal berechnen.

Das gehört auch zu der Reihenfolge, in der wir arbeiten. Zuerst eine klare Geschichte, eine schnelle Website und eine Messung, der Sie trauen können. Erst wenn dieses Fundament gesund ist, setzen wir Anzeigen ein, als Akzent auf dem, was bereits funktioniert. Eine Kampagne, die Menschen auf eine Seite mit schwacher Conversion Rate schickt, bezahlt für Besucher, die Sie danach wieder verlieren. Mehr dazu lesen Sie in unserem Marketing-Ansatz.

Wie wir helfen

Die Conversion Rate berechnen Sie in einer Zeile. Zu wissen, was hineingehört und ob aus den Anfragen dahinter Kunden werden, ist die Arbeit, auf die es ankommt. Bei Viralistic beginnt eine bessere Conversion Rate beim Fundament. Wir entwickeln mit Ihnen Ihr BrandScript, damit Besucher in wenigen Sekunden verstehen, was Sie tun. Wir gestalten den Weg zur Anfrage in Figma und bauen die Website in Astro, schnell und schlank. Und wir richten die Messung so ein, dass Sie pro Seite und pro Kanal sehen, was wirkt. Wie wir arbeiten, lesen Sie in unserem Webdesign-Ansatz. Webdesign-Projekte beginnen bei rund 4.000 Euro, größere Plattformen mit CMS können 20.000 Euro oder mehr erreichen.

Damit Sie sehen, welche Anfragen zu Kunden werden, verbinden wir Ihr Formular mit einer Automatisierung in n8n mit Ihrem CRM oder Ihrem Postfach. Ist das Fundament gesund und wollen Sie mehr, bauen wir Kampagnen in Google Ads und Meta Ads auf Ihrem BrandScript auf, wie in unserem Marketing-Ansatz beschrieben. Ein Mensch prüft jeden Schritt, auch wenn KI mitgeholfen hat. Und wenn mehr Traffic gerade nicht der richtige Schritt ist, sagen wir Ihnen das offen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich die CR?

Teilen Sie die Zahl der Conversions durch die Zahl der Besucher im selben Zeitraum und multiplizieren Sie mit 100. Bei 42 Anfragen aus 3.000 Sitzungen ergibt das 42 ÷ 3.000 × 100 = 1,4 Prozent. Legen Sie vorher fest, ob Sie Sitzungen oder Nutzer als Nenner verwenden und welche Aktion als Conversion zählt. Bleiben Sie danach bei dieser Wahl, damit Zeiträume vergleichbar bleiben.

Was bedeutet Conversion Rate auf Deutsch?

Conversion Rate heißt auf Deutsch Konversionsrate oder Umwandlungsrate. Sie beschreibt den Anteil der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen, etwa eine Anfrage oder einen Kauf. Im Fußball meint derselbe Begriff die Chancenverwertung, also Tore pro Torschuss. Die Cash Conversion Rate ist dagegen eine Kennzahl aus der Finanzanalyse und hat mit Websites nichts zu tun.

Was ist mit Conversion gemeint?

Eine Conversion ist der Moment, in dem ein Besucher eine Aktion ausführt, die für Ihr Unternehmen Wert hat. Das kann eine Anfrage sein, eine Terminbuchung, ein Kauf, ein Anruf oder eine Newsletter-Anmeldung. Das Hauptziel heißt Makro-Conversion. Zwischenschritte wie ein Klick auf die Kontaktseite heißen Mikro-Conversions. Was zählt, legen Sie selbst fest.

Wie hoch ist eine gute Conversion Rate?

Eine gute Conversion Rate liegt über Ihrem eigenen Wert aus dem vorigen Zeitraum, bei vergleichbarem Traffic. Als Bezugspunkte: Der mittlere Shopify-Shop konvertiert 1,4 Prozent der Sitzungen (Littledata, 2026), die mittlere Landingpage 6,6 Prozent der Besucher (Unbounce, Q4 2024) und die mittlere US-Suchkampagne 8,18 Prozent der Klicks (WordStream, 2026). Jeder Wert misst etwas anderes.

Was ist eine Conversion Rate?

Die Conversion Rate, auch Konversionsrate, ist der Prozentsatz der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen. Sie zeigt, wie gut eine Website, eine Seite oder eine Anzeige überzeugt, unabhängig von der Menge des Traffics. Google Ads berechnet sie pro Anzeigeninteraktion, GA4 pro Sitzung oder pro Nutzer. Deshalb weichen die Zahlen beider Plattformen fast immer voneinander ab.

Wie berechnet man die Kosten pro Conversion?

Teilen Sie Ihre Werbekosten durch die Zahl der Conversions im selben Zeitraum. 1.000 Euro Werbekosten und 10 Anfragen ergeben 100 Euro pro Conversion. Dasselbe Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie den Klickpreis durch die Conversion Rate teilen: 2,00 Euro pro Klick bei 2 Prozent sind 100 Euro pro Anfrage. Google Ads zeigt den Wert in der Spalte Kosten/Conv.

Kann die Conversion Rate über 100 Prozent liegen?

In Google Ads ja. Google Ads teilt Conversions durch Anzeigeninteraktionen. Erfassen Sie mehrere Conversion-Aktionen oder nutzen Sie die Zähleinstellung „Alle“, kann ein Klick mehrere Conversions auslösen, und die Rate steigt über 100 Prozent. In GA4 geht das nicht: Dort zählen Sie Sitzungen oder Nutzer mit einem Schlüsselereignis, und die können nie mehr sein als die Gesamtzahl.

Was ist Conversion Rate Optimierung?

Conversion Rate Optimierung, kurz CRO, ist die schrittweise Verbesserung Ihrer Website, damit ein größerer Anteil der Besucher konvertiert. Die Conversion Rate ist die Messgröße, CRO ist die Arbeit, sie zu verbessern: herausfinden, wo Menschen abspringen, eine Hypothese aufstellen, verbessern oder testen und festhalten, was Sie dabei lernen. Das funktioniert am besten mit einer Messung, der Sie vertrauen.

Geschrieben von

Marrallisa Kreijkes

Gründerin von Viralistic und offizielle n8n Ambassador

Marrallisa leitet von Amsterdam aus Strategie, Design, Sichtbarkeit und Automatisierung für Premiummarken. Sie hat Teams bei Volkswagen geschult und spricht auf Events von n8n und Anthropic. Möchten Sie Ihre Situation besprechen? Vereinbaren Sie direkt ein Gespräch mit ihr.

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